Umfrage

Medizin wie am Fließband in der Praxis

Fast jeder dritte Deutsche fühlt sich beim Hausarzt zu schnell abgefertigt.

Veröffentlicht:

BERLIN. Nach einer repräsentativen Umfrage der Marktforschungsgesellschaft GfK sind 29 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Zeit, die ihnen ein Arzt widmet, zu kurz sei.

Im Schnitt schätzten die Deutschen die Dauer ihrer letzten Sprechstunde auf elf Minuten, berichtet die "Welt am Sonntag", der die Studie vorliegt.

Jeder Fünfte geht davon aus, dass sich sein Arzt das letzte Mal nur fünf Minuten Zeit für ihn genommen habe.

Professor Ferdinand Gerlach, Chef des Sachverständigenrates hält das Honorarsystem für die Wurzel allen Übels.

Ihn zitiert die Zeitung mit den Worten: "Um Umsatz und Gewinn zu machen, sind Ärzte letztlich gezwungen, so viele Patienten wie möglich einzubestellen." Er fordert daher ein neues Vergütungssystem. (red)

Mehr zum Thema

Aktuelle RKI-Zahlen

Das Corona-Infektionsgeschehen in den einzelnen Kreisen

Wissenschaft und Politik

Deutschland sucht die neuen Pandemie-Marker

Schlagworte
Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Richard Barabasch

Fliesband

Wenn uns nun Herr (Prof.) Gerlach sagt, wie dnn das "neue Vergütungssysem" aussieht/aussehen soll - na dann hätten wir schon ''mal ''ne alternative Ansicht zu denen von Köhler (den ja gerade die hessichen Diabetologen und andere mehr abwählen (lassen) wollen. Und die Veränderung der (EBM-)Dauerbaustelle hätte vielleicht Vorbildcharakter für den BER-Flughafen. Wnn denn dann noch die bislang nicht gestellte Frage beantwortet und geklärt wäre, ob die gerade mal 20 % Patienten, die sich als KRankenkassenpflichtversicherte von ihren zugehörigen Vertragsärzten zu wenig beachtet/betreut/betüttelt/usw fühlen gerade jener Prozentsatz sind, der aufgrund individuell innerseelischer Grundbefindlichkeit immer benachteiligt und ungenügend betreut fühlen . . . . . was bei einer solchen GfK-Umfrage selbstverständlich keinerlei Beachtung gefunden hat . . . .
Eben jener 20-%-Satz möge sich von GfK nachbefragen lassen: "Würden Sie unter den Ihnen (vorstehend) bekannt gegebenen Umständen über kassenärztlichähnlichen Umständen in England, Tschechien, USA, Schweden, Griechenland u.v.a.m.) lieber in einem dieser Länder behandeln lassen - oder doch lieber in Deutschland ?"
Kurzum: alles Schmarrn, nur um eine schiergar optimale Situation in unserem Land schlecht zu reden auf dem Rücken der Vertragsärztschaft !!!
meint
Dr. Richard Barabasch


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
3D-Darstellung von Neuronen mit Amyloid-Plaques. Nach wie vor stehen diese Plaques im Zentrum vieler Forschungsarbeiten zu neuen Alzheimertherapien.

© SciePro / stock.adobe.com

Internationaler Alzheimer-Kongress

Hoffnung auf neue Antikörper zur Alzheimer-Therapie