Berufspolitik

Mentoren für angehende Hausärzte in Bremen

Dem Hausarzt-Nachwuchs in Bremen stehen künftig mehr Weiterbildungsangebote zur Verfügung. Möglich macht dies ein neuer Verbund des Hausärzteverbandes, dem zwölf Praxen und sieben Kliniken angehören. "Um dieses Curriculum wird man uns beneiden", sagt einer der Initiatoren.

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Bei der Weiterbildung für angehende Hausärzte geht der Bremer Hausärzteverband neue Wege.

Bei der Weiterbildung für angehende Hausärzte geht der Bremer Hausärzteverband neue Wege.

© Christian Jung / fotolia.com

BREMEN (cben). Bremens Hausärzteverband hat einen Weiterbildungsverbund für Hausarztassistenten auf die Beine gestellt. Beteiligt sind neben derzeit zwölf Gemeinschaftspraxen auch sieben Bremer Kliniken.

Damit steht den derzeit 18 Assistenten in den Bremer Hausarztpraxen ein stark erweitertes Curriculum von insgesamt 50 Fortbildungen in fünf Jahren zur Verfügung. Bisher waren es jährlich vier Fortbildungen.

"Man wird uns beneiden"

"Das Spektrum reicht von verschiedenen Krankheiten über Fragen der Praxisorganisation und des Qualitätsmanagements bis hin zur Patientenkommunikation", sagte Hausarzt Dr. Jürgen Biesewig, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft weiterbildender Hausärzte in Bremen, die das Curriculum entwickelt und verhandelt haben, zur "Ärzte Zeitung".

"Um dieses Curriculum wird man uns in Deutschland beneiden", erklärt der Mitautor des Plans, der Bremer Hausarzt Dr. Günther Egidi.

Praxen und Kliniken haben sich zur Kooperation und zum gleichen Arbeitsvertrag für die Assis verpflichtet, ebenso wie auf das ehrgeizige Curriculum.

Mentor wird angeboten

Ebenfalls neu an dem Verbund ist das Mentoring-Konzept. Den jungen Ärzten wird für ihre komplette Assistenzzeit ein Mentor angeboten, mit dem sie aktuelle Probleme zeitnah besprechen können.

"Die Kliniken mit ins Boot zu holen, war allerdings nicht so einfach", sagt Biesewig. Offenbar haben immer noch viele Nachwuchsmediziner Angst, ihre Ausbildung in der Klinik zu gefährden, wenn sie preisgeben, dass sie Hausarzt werden wollen.

"Dabei ist die Situation in den Krankenhäusern für angehende Hausärzte viel besser geworden", so Biesewig.

Der neue Verbund solle aber auch zu größerer Wertschätzung des Hausarztberufes in den Krankenhäusern beitragen. Bremens Gesundheitssenatorin, Renate Jürgens-Pieper (SPD) denkt laut Biesewig über eine wirtschaftliche Unterstützung der Kooperationsvereinbarung nach.

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