Medizinethik

Organspende: CSU-Basis für Widerspruchslösung

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BERLIN (hom). Auf dem kleinen CSU-Parteitag am vergangenen Wochenende in München haben sich die Delegierten mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass bei der Organspende die erweiterte Widerspruchslösung greifen soll.

 Danach soll jeder Bundesbürger Organe spenden, so er dem zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. In Deutschland gilt derzeit die Zustimmungsregelung, nach der ein potenzieller Spender seine Bereitschaft zur Organspende dokumentiert haben muss. Die CSU erhofft sich durch die Widerspruchslösung eine Erhöhung der Zahl der vergleichsweise geringen Organspender in Deutschland.

In Deutschland warten derzeit 12.000 Patienten auf ein Spenderorgan. Etwa drei Patienten versterben täglich, weil für sie kein geeignetes Organ zur Verfügung steht. Die Bundärztekammer hatte sich erst kürzlich gegen eine Umwandlung der Zustimmungs- in eine Widerspruchsregelung ausgesprochen.

Letztere sei aus ethisch-religiösen Gründen nicht durchsetzbar und führe nur zu einer Verunsicherung der Menschen, hatte die BÄK argumentiert.

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