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Palliativkonzept rückt Hausärzte in den Fokus

BERLIN (fuh). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will die Arbeit von Hausärzten als Koordinatoren in der ambulanten Versorgung sterbenskranker Menschen aufwerten und zugleich exakter definieren.

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Bei einer Kooperationstagung in Berlin hat KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller einen Vertragsentwurf "zur qualifizierten allgemeinen ambulanten Palliativversorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen" (AAPV) auf der Grundlage von Paragraf 73c SGB V vorgestellt.

Das in der Vertragswerkstatt der KBV erarbeitete Konzept basiert auf einem Konsens von Experten, nach dem 90 Prozent der Sterbenden ambulant durch ihren vertrauten Hausarzt in Kooperation mit anderen Vertragsärzten, Pflegern und weiteren nichtärztlichen Berufen versorgt werden können. Nur jeder zehnte Patient ist danach auf die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) angewiesen. Eine intensive Betreuung durch den Hausarzt ist in den derzeitigen Strukturen zwischen der kurativen vertragsärztlichen Versorgung und der SAPV allerdings nicht definiert. Das KBV-Versorgungskonzept soll deshalb neue Standards setzen, so Müller.

Die Würzburger Palliativmedizinerin Dr. Birgitt van Oorschot warnte bei der Tagung davor, das Sterben zu Hause absolut zu setzen. "Es gibt immer wieder Patienten, die in der Phase des Sterbens die Sicherheit der Klinik vorziehen", sagte sie. Viele Tagungsteilnehmer beklagten eine extreme Intransparenz mit Blick auf Daten zur ambulanten Versorgung sterbenskranker Menschen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Allgemeine ambulante Palliativversorgung - KBV geht in die Offensive

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