Arzneimittelpolitik

Pharmahersteller gehen mit Rösler hart ins Gericht

BERLIN (hom). Die Arzneimittelsparpläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) sind beim Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) auf harsche Kritik gestoßen.

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Er habe den Eindruck, die Politik lasse sich in der aktuellen Debatte um ein Sparpaket für den Arzneimittelsektor von der "Hysterie der Kassenvertreter treiben", sagte BPI-Vorsitzender Dr. Bernd Wegener auf einem Unternehmertag seines Verbands am Dienstag in Berlin. Von der Bundesregierung habe er eine "kontroverse Debatte" über die Ausgabenentwicklung im Gesundheitssystem und die Arzneimittelkosten erwartet. "Nicht erwartet haben wir einen Vorstoß, der die Pharmabranche pauschal als Kostentreiber abstempelt."

Die Arzneimittelhersteller trügen in Deutschland nur zu etwa elf Prozent zu den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung bei, betonte Wegener. Staatliche Instrumente wie Zwangsrabatte oder Preismoratorien seien daher fehl am Platze. Im Generikamarkt habe die Politik damit einen "ruinösen Preisverfall" ausgelöst. Am deutschen Generikamarkt müsse wieder ein "vernünftiger Wettbewerb" hergestellt werden, forderte Wegener.

Gesundheits-Staatssekretär Daniel Bahr (FDP) sagte, Ziel der Bundesregierung sei, den Arzneimittelmarkt in Deutschland zu deregulieren. Derzeit gebe es mehr als 20 Regularien, die sich teilweise widersprächen oder gegenseitig aufheben würden. "Wir wollen keine neuen, sondern weniger Instrumente. Die aber müssen wirksamer sein als die bisherigen."

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