SPD-Politiker Spies: Ärzteabwanderung ist "frei erfunden"

WIESBADEN (ine). Der Arzt und SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Spies lobt die Qualität der Versorgung in Hessen - und hält die Massenabwanderung von Ärzten ins Ausland für "frei erfunden".

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"Hessen hat eine gute Versorgung, die Arztdichte in Deutschland ist weit überdurchschnittlich im OECD-Vergleich, die Versorgung ist sicher", teilt Spies mit. Nur 3,8 Prozent der deutschen Ärzte arbeiteten nicht in Deutschland - dafür seien viele ausländische Ärzte in Deutschland tätig und die Zahl der Ärzte an Kliniken sei noch nie so hoch gewesen wie heute. Die Zahl der Bewerber um Medizinstudienplätze nehme zu, die Abbrecherquote sei deutlich niedriger als in vielen anderen Fächern.

Spies kritisiert die Forderung der FDP, Ärzten mehr Geld bereitzustellen. Niedergelassene Ärzte, so Spies, verdienten mehr als das doppelte als andere Freiberufler. "120 000 Euro Durchschnittseinkommen müsste eigentlich reichen." Gerade das neue Vertragsarztrecht habe neue Lösungen für die Versorgung im ländlichen Raum möglich gemacht. Allerdings gebe es Probleme bei der Umsetzung durch die KVen. Hier sei die Landesregierung gefordert.

Erst kürzlich hatten FDP und CDU angekündigt, die Arbeitsbedingungen für Ärzte in Praxen und Kliniken in Hessen verbessern zu wollen. Die Grünen haben Experten gehört, um zu klären, wie man den Nachwuchs auf dem Land sicherstellen kann. Die Landesärztekammer sieht gerade dort die Versorgung gefährdet. Durch den "Personalmangel in Kliniken müssten Patienten lange warten, bis ihnen geholfen wird", erklärte Kammerpräsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.

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