SPD prangert schwarz-gelbes GKV-Chaos an

BERLIN (hom). Die Gesundheitsexpertin der SPD, Carola Reimann, hat der Bundesregierung Ziellosigkeit in der Gesundheitspolitik vorgeworfen.

Veröffentlicht:

Im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" sagte Reimann, die auch Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags ist, Schwarz-Gelb befinde sich im "totalen Kopfpauschalen-Chaos". Sie reagierte auf Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer.

Dieser hatte die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), nicht berufstätige Ehepartner und Kinder auch künftig beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mitversichern zu wollen, als Ende der FDP-Pläne für eine Kopfpauschale gedeutet. Würden die rund 20 Millionen nicht erwerbstätigen Ehepartner und Kinder weiter von der Beitragszahlung in die GKV ausgenommen, so Seehofer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, bedeute dies zugleich, dass die Kopfpauschale für die übrigen 51 Millionen gesetzlich Krankenversicherten "dramatisch" teurer und damit unfinanzierbar würde.

Rösler bekräftigte in einem Interview mit der "Welt", die Praxisgebühr überprüfen zu wollen. "Ich bezweifle, dass die Praxisgebühr die gewünschte Lenkungsfunktion hat. Wir wollen deshalb ein unbürokratischeres Erhebungsverfahren", sagte Rösler."

Lesen Sie dazu auch: Seehofer befeuert Koalitionsstreit um Kopfpauschale

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Wen Seehofers Querschüsse treffen

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Tablette, auf der GLP-1 steht

© THIBNH / Generated with AI / Stock.adobe.com

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Eine Frau mit drei Tabletten und einem Glas Wasser in der Hand.

© Hazal / stock.adobe.com

Umfrage

Nach Antidepressiva-Stopp: Fast die Hälfte mit deutlichen Symptomen

Ein Stempel mit der Aufschrift "Regress"

© Gina Sanders / stock.adobe.com |

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen