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COVID-19

Saar-KV will keine Antikörpertests als IGeL-Leistung

Laut der Vertreterversammlung sind die Ergebnisse der Tests nicht aussagekräftig. Außerdem wollen die Kassenärzte Corona-Tests selbst machen dürfen.

Veröffentlicht:

Saarbrücken. Die KV Saarland ist dagegen, asymptomatischen Gruppen Corona-Antikörpertests als IGeL-Leistung anzubieten. Das hat die Vertreterversammlung in Saarbrücken beschlossen. Zur Begründung hieß es, positive Testergebnisse seien nicht aussagekräftig. Die Falsch-Positiv-Rate sei zu hoch. Unklar sei zudem, wie lange die Immunität anhalte und ab welchem Antikörper-Titer überhaupt von Immunität gesprochen werden könne. Allerdings betonten die Kassenärzte im Saarland auch, dass sie Antikörpertests im Rahmen wissenschaftlicher Studien durchaus für sinnvoll halten.

VV: Gesetzentwurf nachbessern!

Die Vertreterversammlung forderte außerdem, den Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Ausweitung der Corona-Tests zu ergänzen. Darin sei bislang nur vorgesehen, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst oder von ihm beauftragte Ärzte die Tests vornehmen dürfen. Die KV Saarland will aber, dass auch die Vertragsärzte testen dürfen. „Sie haben die Patienten und die Diskussionen in den Praxen und können flächendeckend Testungen durchführen“, heißt es in dem Beschluss. Daher sollten entsprechende Regeln zur Vergütung der Beratung und Abstrichentnahme im Referentenentwurf des Ministeriums ergänzt werden. (kin)
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