Sachsen will Versorgung stärker regional steuern

DRESDEN (tra). Die alte und neue sächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) will die ärztliche Verantwortung bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung stärken.

Veröffentlicht:

"Wir stehen zum Arzt als freiem Beruf, und wir werden nicht in die ärztliche Selbstverwaltung hineindirigieren", sagte die Ministerin der "Ärzte Zeitung". Sie kündigte an, sich für mehr Möglichkeiten der regionalen Versorgungssteuerung stark zu machen. "Es darf keine Denkverbote geben." Clauß stellte in Aussicht, die Stipendienprogramme für junge Ärzte, die sich in Sachsen niederlassen wollen, auszuweiten.

Vorrang hat für Clauß, dass die Bedarfsplanungsrichtlinien künftig stärker demografische Komponenten berücksichtigen. "Wir wollen mehr regionale Steuerung", so die Ministerin. Die bisherige Bedarfsplanung stützt sich auf Zahlen vom Anfang der 90er Jahre. Inzwischen ist Sachsen das Bundesland mit dem höchsten Altersdurchschnitt.

Darüber hinaus kündigte die Ministerin an, dass in Sachsen mehr Kreiskrankenhäuser zu akademischen Lehrkrankenhäusern werden sollen. Das könne die Versorgungssituation auf dem Land verbessern, weil die Häuser für Studierende attraktiv würden. Zugleich sprach sich Clauß dafür aus, "mehr Synergien zwischen ambulanter und stationärer Versorgung" zu schaffen.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Dreidimensionale Darstellung des humanen Insulin - einem lebenswichtigen Proteohormon.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Zunehmend Evidenz für additive Therapien

Insulinresistenz auch bei Typ-1-Diabetes in den Fokus nehmen!

Drei Frauen machen zusammen Bauchmuskelübungen auf Yogamatten.

© karelnoppe - stock.adobe.com

S3-Leitlinie Mammakarzinom

Brustkrebs: So viel Sport ist empfehlenswert