Vertragsärzte wollen Streikrecht

Was an Kliniken erlaubt ist, soll niedergelassenen Ärzte nicht verboten sein: Fast alle Vertragsärzte plädieren laut einer Umfrage für das Streikrecht. Das will Medi jetzt juristisch prüfen lassen.

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Ärztestreik: Was die Klinikkollegen dürfen, wollen auch viele Niedergelassene.

Ärztestreik: Was die Klinikkollegen dürfen, wollen auch viele Niedergelassene.

© dpa

STUTTGART (fst). Vertragsärzte wünschen sich nach einer Umfrage des Medi-Verbunds ganz überwiegend das Streikrecht.

Medi hat in einer Fax-Umfrage rund 43.000 Vertragsärzte in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz angeschrieben, 6609 haben geantwortet.

Knapp 96 Prozent (6343) sprechen sich für das Streikrecht aus, 125 Ärzte sind dagegen. Gefragt wurde zudem, ob Vertragsärzte eine bundesweite Befragung zu diesem Thema befürworten.

Hier votierten 6398 Teilnehmer mit Ja, 86 lehnen dies ab. Am stärksten war der Umfrage-Rücklauf im Medi-Stammland Baden-Württemberg, wo sich 3054 von 13.546 angeschriebenen Ärzten beteiligt haben (22,5 Prozent).

Der Medi-Vorsitzende Dr. Werner Baumgärtner wertet das Votum seiner Kollegen als "eindeutig". Man werde das Thema weiterverfolgen und juristisch prüfen lassen.

Medi fordert das Streikrecht für Vertragsärzte, weil der Kollektivvertrag durch Kliniköffnungen, Selektiv- und IV-Verträge ausgehöhlt worden sei.

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