Berufspolitik

"Warnstreiks sind nicht mehr ausgeschlossen"

WIESBADEN (ine). Die Gehaltstarifverhandlungen für Ärzte an den hessischen Universitätskliniken sind unterbrochen worden, meldet der Marburger Bund. Die Ärztegewerkschaft will nun mögliche weitere Schritte beraten. "Warnstreiks sind nicht mehr ausgeschlossen", so MB-Geschäftsführer Udo Rein.

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Die Gehaltstabellen für die Ärzte an den Unikliniken waren Ende April gekündigt worden. Der MB verhandelte daraufhin mit dem Land Hessen und der Stiftungsuni Frankfurt am Main. Die Ärztegewerkschaft vertritt einen Großteil der etwa 1850 Ärzte an den Unikliniken Gießen und Marburg und dem Klinikum der Johann Wolfgang Goethe Universität.

"Die Arbeitgeber sind noch nicht einmal bereit, das Niveau des Marburger Bund Tarifabschlusses mit der Rhön-Klinikum AG - hochgerechnet auf 42 Stunden - zu bezahlen", so Rein. Die Ärzte an den Uniklinika sollen weniger erhalten als ihren Kollegen etwa an der Rhön-Klinikum AG in Attendorn, Friedrichroda, Miltenberg und Dippoldiswalde gezahlt werde. "Modernste Medizin, Spitzenforschung und exzellente Lehre sollen mit einem Gehalt entlohnt werden, das nicht einmal den Tarifstandard eines Kreiskrankenhauses erreicht", so Rein.

Erst im April hatte die Landesärztekammer gegen die Herabstufung von Oberärzten an kommunalen Kliniken und Unikliniken protestiert. Sie werden nach den Tarifverträgen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) wie einfache Fachärzte bezahlt.

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