Arzneimittelpolitik

Zentrale Anlaufstelle für klinische Studien

GÖTTINGEN (pid). Die Göttinger Universitätsmedizin beschreitet neue Wege, um klinische Studien schneller und effizienter realisieren zu können.

Veröffentlicht:

Als bundesweit erstes Universitätsklinikum hat sie eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, die sich um alle administrativen, organisatorischen und juristischen Fragen kümmert. Das neue "Institut für anwendungsorientierte Forschung und klinische Studien gGmbH" (IFS) übernimmt außerdem die Qualitätssicherung, das Datenmanagement und die statistische Auswertung der Studienergebnisse.

Die Mediziner würden damit entlastet und hätten mehr Zeit für die Patientenversorgung, sagte Professor Lorenz Trümper, Direktor der Abteilung Hämatologie und Onkologie und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des IFS. Außerdem könnten so Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schneller den Patienten zugutekommen.

Weil für klinische Studien sehr strenge rechtliche Vorgaben und Qualitätsstandards gelten, dauert es teilweise bis zu sieben Monate, bis ein entsprechender Antrag bearbeitet und geprüft ist.

Am Göttinger Universitätsklinikum gehe dies jetzt deutlich schneller, sagt ISF-Geschäftsführer Alexander Berg. Weil dort eine zentrale "Spezialeinheit" sämtliche bürokratischen und rechtlichen Fragen bearbeitet, verkürze sich die Zeit zwischen Anmeldung und Start einer klinischen Studie auf vier Wochen. Damit werde die Göttinger Universitätsmedizin ein noch attraktiverer Partner für Pharmaunternehmen und Hersteller von Medizinprodukten, die ihre neu entwickelten Medikamente und Produkte ebenfalls in klinischen Studien testen müssen: "Die Firmen sparen Zeit und damit Geld", sagt Berg. Das ISF war vor drei Jahren als Tochterunternehmen der Göttinger Universitätsmedizin gegründet worden.

Mehr zum Thema

Kommentar zur Cannabis-Begleiterhebung

Es darf durchaus etwas mehr sein

Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Nach ersten Kassen-Daten zu den Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung waren COVID-19-Patienten, die im Krankenhaus beatmet werden mussten, anschließend durchschnittlich 190 Tage lang krankgeschrieben.

© © nmann77 / Fotolia

Neue Studie der Techniker

Erst Corona, dann Long-COVID, anschließend lange AU