Bundesgesundheitsministerium

Zur Pflege gibt's noch keine fertigen Konzepte

Die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) ist breit aufgestellt – mit konkreten Vorschlägen ist in einem Jahr zu rechnen.

Veröffentlicht: 21.08.2018, 11:00 Uhr

BERLIN. Es gibt keine bereits beschlossenen Pilotprojekte der Bundesministerien für Gesundheit, Arbeit und Soziales sowie Bildung und Forschung zur Gewinnung ausländischer Pflegekräfte und für eine Qualifizierungsoffensive von Pflegehelferinnen für die medizinische Behandlungspflege.

Ein entsprechender Bericht der "Ärzte Zeitung" unter der Überschrift "Konzertierte Aktion Pflege gestartet" am 13. August ist insofern nicht zutreffend.

Vielmehr handelt es sich um Vorstellungen und Forderungen des Arbeitgeberverbandes Pflege e. V., die dieser in einer Pressekonferenz vorgestellt hatte. Zutreffend stellt das Bundesgesundheitsministerium fest, dass konkrete Projekte zur Konzertierten Aktion Pflege bislang weder beschlossen noch gestartet seien.

Mit der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) sei ein Prozess zur verbesserten Personalgewinnung in Gang gesetzt worden. Ins Leben gerufen wurde die KAP von den Bundesministern für Gesundheit, Familie und Arbeit, Jens Spahn, Franziska Giffey und Hubertus Heil am 3. Juli.

Pflege soll attraktiver werden

Das Ziel: Arbeit in der Pflege attraktiver zu machen, mehr Menschen zu motivieren, diesen Beruf zu ergreifen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Pflegeausbildung zu stärken. Mit führenden Köpfen des Sozialsystems und relevanten Akteuren der Pflege sollen in fünf Arbeitsgruppen Maßnahmen und Empfehlungen erarbeiten werden. Die Themenfelder sind:

»Ausbildung und Qualifizierung;

»Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung;

»innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung;

»Pflegekräfte aus dem Ausland;

»Entlohnungsbedingungen in der Pflege.

Der Arbeitgeberverband Pflege e. V. ist Mitglied im Dachgremium der KAP. Die Arbeitsgruppe "Pflegekräfte aus dem Ausland" wird nach Angaben des BMG ihre Arbeit im frühen Herbst 2018 aufnehmen.

Andreas Westerfellhaus, Pflegbeauftragter der Bundesregierung: "In der KAP werden alle Möglichkeiten diskutiert, mehr Fachkräfte zu gewinnen.

In diese Diskussion gehen wir nicht mit fertigen Konzepten, aber mit dem klaren Ziel, in einem Jahr konkrete Vorschläge vorzulegen." Die Debatte sei nicht abgeschlossen. Die Stärke der Konzertierten Aktion liege in ihrer breiten Aufstellung, alle Gruppen könnten ihre Ideen einbringen. (HL)

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