Aktuelle Daten
RKI: Fast 10.000 hitzebedingte Tote in diesem Jahr
Mehrere Tausend Menschen sind laut RKI in diesem Jahr bereits an den Folgen großer Hitze gestorben – mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016. Besonders betroffen sind ältere Menschen.
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Die Sonne verschwindet hinter einer Mohnblüte in den dunklen Wolken.
© Thomas Warnack/dpa
In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutschlandweit bereits fast 10.000 Menschen wegen hoher Temperaturen gestorben. Die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bis zum 19. Juli liegt bei 9.800, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.
Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es demnach 2018 – damals waren es im gesamten Jahr rund 9.000.
Hitzewelle Ende Juni belastete besonders
Der Großteil der hitzebedingten Sterbefälle 2026 – mehr als 5.000 – geht dem RKI zufolge auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück, als es im Zuge einer Hitzewelle deutschlandweit vielerorts zu Temperaturen um 40 Grad kam. Laut RKI gab es 2026 in der Zeit von Anfang April bis zum 12. Juli schätzungsweise 7.900 Hitzetote. Innerhalb der nun betrachteten Woche vom 13. bis 19. Juli kamen demnach 1.900 hinzu.
Große Hitze ist besonders für ältere Menschen gefährlich. Von den Todesopfern durch die Hitze zählten 5.420 zur ältesten Altersgruppe ab 85 Jahren. In der Gruppe von 75 bis 84 Jahren starben 2.460 Menschen, in der von 65 bis 74 Jahren waren es 1.260 Menschen und jünger als 65 Jahre waren 630 Menschen. Teilweise führt ein Hitzschlag zum Tod, meist sei die Ursache jedoch eine Kombination aus Hitzeexposition und bestehenden Vorerkrankungen, heißt es vom RKI. (dpa)







