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Anlagen-Kolumne

Aktien versprechen noch Potenzial

Wertpapiere dürften Anlegern auch im gerade begonnen Jahr viel Freude bereiten. Das Problem sind die mangelnden Alternativen.

Von Gottfried Urban Veröffentlicht:

Das Ziel einer positiven Aktienmarktrendite scheint auch 2014 aus Mangel an Alternativen am Zinsmarkt mehr als realistisch zu sein. Die EZB denkt auch nach der Leitzinssenkung im November auf 0,25 Prozent über weitere Stimulationsmaßnahmen und sogar über negative Zinsen nach.

In den USA hat die Fed aufgrund der robusten Wirtschaft und der niedrigen Teuerung mit der Verringerung der Anleihekäufe begonnen. Es ist der Einstieg in den Ausstieg, aber in niedrigen Dosen.

Die Welt bleibt über die Nullzinspolitik im Entschuldungsmodus, und das Potenzialwachstum ist weder in Europa noch in den USA erreicht - für Aktien ein ideales Umfeld. Zumal der Umbau der großen Depots zulasten von Anleihen (Bonds) und zugunsten von Aktien anscheinend erst begonnen hat.

Die europäischen Aktienmärkte sind von einer Unterbewertung in die Normalbewertung gelaufen. Fair bewertete Aktienmärkte können auf Sicht von zehn Jahren und unter Schwankungen etwa sieben bis acht Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaften. Zwischenzeitliche Rückschläge sind immer einzukalkulieren.

Ein Blick auf die Geldbewegungen großer Anlegergruppen lohnt ebenfalls: So sind die Amerikaner vier Jahre lang in Europa kaum als Käufer aufgetreten. Mit der Stabilisierung der Euroländer und den ersten Anzeichen von Wirtschaftswachstum in den Peripherieländern ist Zuversicht eingekehrt, dass die Währungsunion eine Überlebenschance hat.

Ein Blick auf die Dauer einer Aktienmarktrallye zeigt, dass Anstiege im Schnitt etwa 2000 Börsentage dauern. Immer nach einem Marktbeinbruch von mehr als 30 Prozent stand der Markt am Ende der Aufwärtsphase im Schnitt um 300 Prozent höher.

Aktuell steigen die US-Märkte mit Schwankungen erst seit etwa 1300 Börsentagen. Statistisch gesehen wären also noch zwei bis drei gute Börsenjahre möglich.

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