Rx-Versand

BKK-Verband bringt Höchstpreise, Beratungshonorar und Solidar-Fonds ins Gespräch

Veröffentlicht: 16.03.2017, 11:22 Uhr

BERLIN. Vor der Fachanhörung zum geplanten Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln positionieren sich die gesetzlichen Krankenkassen als Verteidiger dieses Vertriebswegs. Der AOK-Bundesverband bezeichnet das Verbotsvorhaben als unzeitgemäß. Es sei ohnehin fraglich, ob "nach zwölf Jahren gelebtem Versandhandel" einer Rücknahme dieses Geschäftsmodells europarechtlich überhaupt Erfolgsaussichten einzuräumen seien. Auch der GKV-Spitzenverband hat sich bereits gegen den Gesetzentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium ausgesprochen.

Der BKK-Dachverband will den Vertriebsweg insbesondere für chronisch Kranke, die in ländlichen Regionen leben, erhalten wissen. Die Darstellung aus Verbandskreisen der Apothekerschaft, wonach Versandapotheken die wohnortnahe Versorgung in dünner besiedelten Gebieten gefährdeten, entbehre "jeder Grundlage". Um gleiche Wettbewerbsbedingungen für in- und ausländische Versender sowie Ladenapotheken zu schaffen, sollte ein Höchstpreismodell für verschreibungspflichtige Produkte eingeführt werden. Das Apothekenhonorar sollte "nicht mehr nur von der Zahl der abgegebenen Packungen abhängig sein, sondern Beratungs- und Serviceleistungen besser berücksichtigen". Darüber hinaus wäre zur Sicherung einer flächendeckenden Apothekendichte "die Errichtung eines durch die Apotheken selbst finanzierten Sicherstellungsfonds denkbar". (cw)

Mehr zum Thema

Arzneimittel-Informationssystem

Zusatznutzen springt Ärzten jetzt ins Auge

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Eines von bundesweit rund 30.000 Intensivbetten.

Versorgungskapazitäten

Wie gefährlich wird COVID-19 im Winter?

Es geht aufwärts. Das scheint der aktuelle Medizinklimaindex anzudeuten. Die Teilnehmer sind allerdings auch im noch sommerlichen September befragt worden.

Medizinklimaindex

Stimmung der Ärzte hellt sich auf