CFD - in der Differenz liegt der Gewinn

Ein neues Anlageinstrument erfreut sich auf den Märkten zunehmender Beliebtheit: CFD. Damit lassen sich Positionen absichern - es lässt sich aber auch spekulieren.

Von Stefan Ziermann Veröffentlicht:
Selbst handeln oder einen anderen beauftragen - das ist die Frage. Manche Broker lassen Anleger direkt am Markt handeln. © stock brocker 2 / fotolia.com

Selbst handeln oder einen anderen beauftragen - das ist die Frage. Manche Broker lassen Anleger direkt am Markt handeln. © stock brocker 2 / fotolia.com

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BERLIN. Einfach, vielseitig einsetzbar und hoch spekulativ - auf diese Formel lassen sich die neuen Anlageinstrumente CFD bringen. CFD ist die Abkürzung für "Contracts for Difference". Der Anleger wettet mit ihnen auf die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs eines Basiswertes, zum Beispiel einer Aktie. Er kauft das Papier also nicht direkt, sondern spekuliert lediglich auf die Kursveränderung. Außer einer einzelnen Aktie können auch Dax, Goldpreis oder ähnliches Basiswert sein. Es sind Spekulationen auf steigende und fallende Kurse möglich.

Mit CFD können Anleger mit "kleinem" Geld investieren und beliebige Investmentstrategien umsetzen. Genau das macht den Reiz dieses Produktes aus. So entwickelt sich der CFD-Handel zum Massensport. In Deutschland haben etwa 40 000 Anleger einen CFD-Account bei einem Broker eröffnet. Der Markt wächst mit Raten von 50 Prozent pro Jahr. In Großbritannien entfallen 30 Prozent aller Börsenumsätze auf CFD.

Der Erfolg der CFD ist auf ihre einfache Struktur zurückzuführen. Sie kennen keine Laufzeitbegrenzung, keine Knock-out-Schwelle, keinen schwankenden Hebel und kein Emittentenrisiko. Ein CFD läuft prinzipiell unendlich lange, den Hebel seiner Spekulation reguliert der Anleger grundsätzlich selbst über den Kapitaleinsatz. Seinen Gewinn oder Verlust bestimmt er mit dem jeweiligen Einstiegs- beziehungsweise Ausstiegszeitpunkt.

Mit CFD kann man aber nicht nur spekulieren, sondern auch konservative Strategien umsetzen. So lassen sich bestehende Wertpapier-Positionen besonders preiswert absichern. Angenommen, ein Anleger hat 100 000 Euro breit gestreut in Dax-Titel investiert und rechnet bei 6000 Indexpunkten mit einer Marktkorrektur. In diesem Fall bietet es sich an, das Depot mit einer Short-Position auf den Dax zu versichern. Fällt der Markt um 10 Prozent auf 5400, liegt das Aktiendepot mit etwa 10 000 Euro im Minus, während der CFD-Kontrakt 10 200 Euro gewonnen hat.

Bleibt die Frage, welchem CFD-Broker das Vertrauen gebührt. Hierzulande werben inzwischen 26 Anbieter um neue Kunden. Das Service-Angebot und die Konditionen fallen aber recht unterschiedlich aus. Außerdem bietet auch der CFD-Handel die theoretische Möglichkeit, versteckte Gebühren zu kassieren.

Um derartiges auszuschließen, kann man Broker bevorzugen, die ihre Anleger direkt am Markt handeln lassen. Die CFD-Geschäfte werden dann in jedem Fall zu den aktuellen Börsenkursen abgerechnet. Darüber hinaus sollte man prüfen, welcher Einlagensicherung der Geschäftspartner angeschlossen ist. Bei der Mehrzahl der CFD-Broker beschränkt sich die Haftung auf 50 000 Euro. Für das Tagesgeschäft geht das in Ordnung. Sechsstellige Beträge auf solchen Konten sind ein Risiko.

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