Anlagen-Kolumne

Das Beste ist ein Analysen-Mix

Von Jens Ehrhardt Veröffentlicht:

Bei der Analyse der Aktienmärkte und der Identifikation interessanter Investitionschancen gibt es unterschiedliche Herangehensweisen: Rein fundamental orientierte Analysten, die Bilanzen studieren, können Aktien ganz anders beurteilen als die technischen Analysten, die vor alles aus Chartmustern ihre Prognosen ableiten.

Eine Akzentuierung innerhalb der fundamentalen Analyse ist die Unterscheidung zwischen der Bottom-up- und der Top-down-Analyse. Top-down bedeutet, dass die Ausgangsbasis die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. die makroökonomischen Aspekte sind, weshalb sich der Fokus hier zunächst auf Länder und Sektoren richtet.

Investoren, die Aktien hingegen mit der Bottom-up-Analyse analysieren, schauen sich einzelne Unternehmen gründlich an und bewerten deren Stärken und Schwächen im Wettbewerb mit anderen Unternehmen.

Top-down und Bottom-up müssen sich nicht widersprechen, vielmehr profitieren sie voneinander. Es ist zwar richtig, dass sich gute Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen, attraktiven Produkten und solider Finanzierung langfristig durchsetzen werden, mittelfristig wird die Börse allerdings eben doch von Trends bewegt, denen sich einzelne Unternehmen nicht entziehen können. Hierin liegen die besonderen Chancen einer Bottom-up-Analyse.

Ein gut informierter Analyst kann in einem Sektor genau die Titel identifizieren, die das beste Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen, wenn die Top-down-Analyse hinsichtlich belastender Rahmenbedingungen Entwarnung gibt.

Auf diese Weise können beide Strategien voneinander profitieren. Fazit: Gerade für langfristig orientierte Anleger geht es also nicht darum, ob der Top-down- oder der Bottom-up-Ansatz überlegen ist, sondern darum auf welche Weise beide Strategien am besten voneinander profitieren.

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