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Europaweite Vernetzung von Gesundheitsdiensten geplant

BRÜSSEL (spe). Noch in diesem Sommer soll ein Projekt zur grenzüberschreitenden Vernetzung von elektronischen Gesundheitsdiensten (E-Health) starten. Das kündigte der Leiter der Abteilung für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Bereich Gesundheit bei der Europäischen Kommission, Dr. Gérard Comyn, auf einer EU-weiten E-Health-Konferenz im slowenischen Portoroz an.

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An dem kurz S.O.S. (Smart open Services) genannten Vorhaben der Europäischen Kommission sind zwölf EU-Länder beteiligt, darunter Deutschland. Schweden soll die Federführung des Projekts übernehmen. Die Industrie wird durch 31 Unternehmen vertreten sein.

Ziel von S.O.S. sei es, die nationalen E-Health-Infrastrukturen kompatibel zu machen, um Informationen über Diagnosen und die Medikation eines Patienten aber auch elektronische Rezepte EU-weit verfügbar zu machen, so Comyn. Dahinter steckt die Annahme, dass sich zunehmend mehr Patienten im EU-Ausland behandeln lassen werden. Bislang beträgt der Anteil der Gesundheitsausgaben für Auslandsbehandlungen knapp ein Prozent.

Anwendungsgebiete für E-Health gibt es viele: elektronische Krankenakten und digitales Medikamentenmanagement gehören ebenso dazu wie biomedizinische Sensoren, die in die Kleidung von Patienten integriert werden und Daten per Funk zum Arzt übertragen. Zu E-Health gezählt werden auch Anwendungen für die öffentliche Gesundheit, beispielsweise Krisenmanagement bei Seuchen oder Bioterrorismus.

Das S.O.S.-Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Die EU-Kommission unterstützt den Pilotverbund mit acht Millionen Euro. Ein Netzwerk aus Patientenverbänden, Vertretern von Ärzten und Apothekern soll die S.O.S.-Partner bei ihrer Arbeit beratend begleiten.

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