Sachsen

Fahrt zur ambulanten Op ist Ausnahme

Veröffentlicht:

DRESDEN. Fahrten zu ambulanten Operationen können nur noch in Ausnahmefällen durch Ärzte verordnet werden. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen hin. Dabei geht es um Krankenfahrten zu Eingriffen, die entweder in Arztpraxen oder auch in Kliniken erfolgen, bei denen die Patienten aber nicht stationär aufgenommen werden. Neu ist, dass nur dann Krankenfahrten verordnet werden dürfen, wenn "besondere, beispielsweise patientenindividuelle Gründe" vorliegen, dass eine Operation ambulant praktiziert wird, für die eigentlich "aus medizinischen Gründen eine voll- oder teilstationäre Krankenhausbehandlung notwendig" wäre.

Die KV Sachsen empfiehlt Ärzten, "aufgrund der nicht bestehenden Genehmigungspflicht den vorliegenden patientenindividuellen Grund sorgfältig zu dokumentieren" – sollte es zu Einzelfallprüfungen seitens der Krankenkassen kommen. Ein Beispiel für einen patientenindividuellen Grund ist, wenn sich ein Patient zu Hause um einen pflegebedürftigen Angehörigen kümmert und dadurch einer Einweisung ins Krankenhaus nicht nachkommen kann. Als einen weiteren Grund nennt die KV Sachsen das Szenario, wenn ein Patient die Krankenhausbehandlung im Rahmen seiner Patientenautonomie ablehnt. (sve)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)

Übersicht

Eine Agenda für Seltene Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Shared Decision Making ist gerade bei der Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen ein wichtiges Versorgungsprinzip. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Pixel-Shot / stock.adobe.com

Seltene Erkrankungen

Was auch Patienten tun können

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein