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Bitkom-Umfrage

Fast jeder Zweite nutzt Health-Apps

Welche Apps sind derzeit bei Patienten beliebt? Das Messen von Vitalparametern kommt gut an, weniger jedoch Apps, die an Arznei erinnern, zeigt eine Studie.

Von Marco Hübner Veröffentlicht:

BERLIN. Fast jeder zweite deutsche Smartphone-Nutzer (45 Prozent) verwendet bereits Gesundheits-Apps. Und: Von denjenigen, die noch keine verwenden, kann sich immerhin ebenfalls fast jeder Zweite vorstellen (45 Prozent), künftig solche mobilen Anwendungen zu nutzen.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Demnach vertraten lediglich zehn Prozent der Befragten die Auffassung, solche Apps künftig eher nicht oder auf gar keinen Fall nutzen zu wollen.

In der Studie sollten die Umfrageteilnehmer auch angeben, welche Gesundheits-Apps sie derzeitig gern nutzen. Am beliebtesten sind demnach momentan Anwendungen, mit denen sich Vitaldaten aufzeichnen lassen. Dazu gehören beispielsweise Apps, die Herzfrequenz, Blutdruck oder gegangene Schritte messen. Ein Viertel (27 Prozent) der Befragten gab an, diese Programme zu verwenden.

Apps, die lediglich Informationen zu den Themen Gesundheit, Fitness oder Ernährung bieten, erreichen auf der Beliebtheitsskala den zweiten Platz. Etwa 20 Prozent gaben an, solche Anwendungen zu benutzen. Am dritthäufigsten wurden solche mobilen Programme genannt, die auf der Grundlage der aufgezeichneten Körper- und Fitnessdaten Motivations- oder Verhaltensratschläge geben (elf Prozent).

Apps, die an Impfungen oder an die Einnahme von Medikamenten erinnern, haben laut Studie aktuell erst rund zwei Prozent im Gebrauch. Aber: Ein Viertel (23 Prozent) kann sich dies für die Zukunft vorstellen.

Spannend sind die Beweggründe der Nutzer von Gesundheits-Apps. Es steht weniger der Lifestyle-Gedanke im Vordergrund, sondern tatsächlich mehr der Wunsch nach gesteigerter Gesundheit. Drei von vier Befragten (74 Prozent) geben an, die Programme zu verwenden, um ihre Gesundheit generell zu verbessern.

Erst an zweiter Stelle steht der Spaß: 51 Prozent sagen, dass es schlicht Freude bereitet, die eigenen Körper- und Fitnessdaten regelmäßig zu überprüfen. Ebenfalls jeder Zweite (48 Prozent) gibt in der Studie an, generell mehr über seinen Gesundheitszustand wissen zu wollen. Weitere Beweggründe für die Nutzung sind, das Fitness-Training zu verbessern (42 Prozent), sich mehr zu bewegen (39 Prozent), sich gesünder zu ernähren (26 Prozent) und die Genesung einer Krankheit zu fördern (17 Prozent).

Ein Hauptgrund, solche Health-Apps nicht zu nutzen ist hingegen für viele immer noch das Thema Datenschutz: 25 Prozent der Nichtnutzer gaben in der Umfrage an, sie hätten Angst, dass persönliche Gesundheitsdaten in die falschen Hände gelangen könnten. Für die Analyse wurden nach Angaben des Digitalverbands 1003 Personen ab 14 Jahren befragt.

Die beliebtesten Gesundheits-Apps

» Apps, die Fitness- und Vitaldaten aufzeichnen, nutzen 27 Prozent der Befragten.

» Info-Apps zu Gesundheitsthemen nutzen, der Bitkom- Umfrage zufolge, 20 Prozent der Anwender.

» App, die Verhaltenstipps in Sachen Gesundheit geben, verwenden derzeit elf Prozent der Studienteilnehmer.

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