Praxiswissen Geldanlage
Geldanlage in stürmischen Zeiten: Durchhalten gehört dazu
Börsen reagieren sensibel auf politische Entwicklungen. Doch wenn wegen einer internationalen Krise die Kurse temporär nachgeben, heißt das für Anleger noch lange nicht, das Weite zu suchen.
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Gegenwind an der Börse müssen Anleger gelegentlich aushalten. In der Regel bestimmen die wirtschaftlichen Fundamentaldaten auf Dauer die Kursentwicklung, Krisen wirken meist nur temporär.
© Thomas Warnack / dpa
Ende Februar rückten die Kapitalmärkte spürbar in den Fokus geopolitischer Risiken. Die Zuspitzung des Iran-USA-Konflikts führte am 28. Februar zu deutlichen Kursrückgängen. Über mehrere Wochen hinweg gaben die Märkte nach, Unsicherheit dominierte das Geschehen.

Sarah Schalück, Client Portfolio Managerin der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank): Auch in Krisenzeiten kann es sich lohnen, ins Portfolio zu investieren.
© ApoBank
Auf lange Sicht zählen die Fundamentaldaten
Ab Ende März setzte bereits eine Erholung ein, ein großer Teil der Verluste wurde aufgeholt, im April gewann die Aufwärtsbewegung zumindest zeitweise weiter an Dynamik. Die Märkte verarbeiteten die neuen Informationen und richteten den Blick wieder stärker auf wirtschaftliche Grundlagen.
Diese Abfolge ist typisch. Geopolitische Spannungen können Ausschläge verursachen, doch langfristig bestimmen Ertragskraft, Wachstum und Unternehmensqualität die Kursentwicklung. Für Anlegende mit entsprechend großem Zeithorizont gehören Korrekturen deshalb zum Investmentprozess dazu, sie sind Teil des Weges.
Vorteile von regelmäßigen Investments nutzen
Mit regelmäßigen Investments, zum Beispiel über Sparpläne, lässt sich von solchen Phasen besonders profitieren: Temporäre Kursrückgänge werden für günstigere Einstiege genutzt, und Anlegende nehmen automatisch an späteren Erholungen teil.
Entscheidend bleiben der Anlagehorizont und die Bereitschaft, Schwankungen auszuhalten.




