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Medizinstudium

Hausärzte begrüßen Gröhes Pläne

Der Hausärzteverband hat positiv auf die Interview-Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe reagiert.

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG. Der Deutsche Hausärzteverband hat die Äußerungen des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe(CDU) begrüßt, bessere Anreize für junge Allgemeinmediziner zu schaffen.

"Wir begrüßen, dass die drohende Gefahr eklatanter Lücken in der hausärztlichen Versorgung von der neuen Bundesregierung als eine der künftigen Kernthemen in der Gesundheitspolitik erkannt wird", erklärte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, in einer Mitteilung.

Bundesgesundheitsminister Gröhe hatte am Wochenende in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" angekündigt, den Zugang zum Medizinstudium erleichtern zu wollen, wenn junge Mediziner nach ihrem Studium auf dem Land arbeiten wollen.

Um sich nun auf geeignete Konzepte zu verständigen und zeitnah die drohenden Versorgungslücken zu schließen, hat der Hausärzteverband seine "konstruktive Mitarbeit" angeboten, heißt es weiter. Ebenso forderte Weigeldt mehr Lehrstühle für Allgemeinmedizin in Deutschland. (eb)

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Kommentare
Anne C. Leber 09.01.201413:38 Uhr

Leserzuschrift von Dr. Wolfgang Adam

Die Ankündigung des frisch gekürten Gesundheitsministers Hermann Gröhe, jungen Menschen bevorzugt einen Studienplatz für Medizin zu geben, auch wenn sie kein Einser-Abitur haben, wenn sie sich - wie bei der Bundeswehr schon seit Jahrzehnten üblich – auf dem unterversorgten Land niederlassen, ist ein kleiner richtiger Schritt. Aber er reicht nicht und wäre auch erst nach zehn Jahren wirksam. Man muss schon etwas mehr tun und ganz konkret werden:
1. Studienzulassung für Medizinstudenten, die sich für zehn Jahre in unterversorgten Gebieten binden.
2. Mehr Studienplätze schaffen, zum Beispiel Medizinische Fakultät in Bielefeld , aber es ist kaum zu glauben: es gibt heute weniger Studienplätze für Humanmedizin als vor der Wende. Statt seine eigenen Landeskinder auszubilden, bilden wir mit großem Aufwand ausländische Ärzte aus (schon fast 40.000 ).
3. Bessere Arbeitsbedingungen und Motivation für die häufig frustrierten Jungassistenten in den Kliniken.
4. Eine 20prozentige Erhöhung des ärztlichen Entgelts bei Erstniederlassung in unterversorgten Gebieten für die ersten fünf Jahre.
5. Eine Investitionszulage von 100.000 Euro für die Kommunen, die in unterversorgten Gebieten, die Vorsetzung für eine erfolgreiche Niederlassung erfolgreich eingesetzt haben.
Dr. Wolfgang Adam, Kinderarzt, Rahden

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