Klarstellungen zu Praxiseinkäufen von höchster Stelle

NEU-ISENBURG(juk). Zweifelsfragen zur Ansparabschreibung hat jetzt das Bundesfinanzministerium (BMF) in einem Schreiben an die obersten Finanzbehörden beseitigt. Auf 20 Seiten werden die wichtigsten, auch für Ärzte interessanten Regeln dargestellt.

Veröffentlicht:

Was in einem Entwurf schon angedacht war (wir berichteten), wird jetzt in dem BMF-Schreiben bestätigt: Um die Ansparabschreibung (jetzt Investitionsabzugsbetrag genannt) geltend zu machen, reicht es, das Wirtschaftsgut, das gekauft werden soll, nur seiner Funktion nach zu benennen. Konkret bedeutet das für Ärzte: Sie müssen die Bestimmung nur noch stichwortartig bezeichnen. Die Vorlage eines Investitionsplans oder eine feste Bestellung sind nicht erforderlich (Ausnahmen gelten aber für eine wesentliche Betriebserweiterung oder Betriebseröffnung).

Bisher war es für die Nutzung der Ansparabschreibung nötig, den Gegenstand genau zu beschreiben, also zum Beispiel als Praxis-Drucker oder Praxis-Computer. Nun genügt es, wenn Drucker oder Computer allgemein als "Bürotechnik-Gegenstand" bezeichnet werden. Der Vorteil: Niedergelassene können nun kurzfristig statt des PC auch einen Drucker (oder ein Telefon oder Fax) kaufen, ohne dass sie wie früher die Rücklage auflösen müssen.

Weiter stellt das BMF klar, dass der Investitionsabzugsbetrag nur dann in Anspruch genommen werden kann, wenn das gekaufte Wirtschaftsgut für einen bestimmten Zeitraum fast ausschließlich betrieblich genutzt wird. Der Käufer darf es nicht zu mehr als zehn Prozent privat benutzen. Für Praxisautos verlangt das BMF ein Fahrtenbuch. Die Ein-Prozent-Regel genügt nicht.

BMF-Schreiben, IV C 6 - S 2139-b/07/10002

Mehr zum Thema

Inkretinmimetika

GLP-1: Wie aus dem kleinen Hormon ein Rockstar wird

Haushaltsplan der BÄK

Landesärztekammern müssen höhere Umlage an BÄK zahlen

Abgeschlossenes Geschäftsjahr

BÄK investiert in qualifiziertes Personal

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Alexander Baasner und Dr. Stefan Spieren (v.l.) haben die Idee der Digitalen Hausärztlichen Versorgungsassistenten (DIHVA) entwickelt.

© Digitales Facharzt- & Gesundheitszentrum

Neues Berufsbild

Bürger als Assistenten: Hausarzt entwickelt Idee der DIHVA

Das Team um Dr. Nicolas R. Barthélemy geht davon aus, dass mit dem Bluttest über die LC-MS-Methode in einem größeren Maßstab mehr Menschen auf eine Alzheimer-Pathologie untersucht werden können, als dies mit Lumbalpunktion und Liquortests bisher möglich ist. Damit ließe sich wesentlich einfacher ermitteln, ob jemand für die neuen Alzheimertherapeutika infrage komme.

© angellodeco / stock.adobe.com

Nachweis von pTau-217

Alzheimer-Diagnostik: Neuer Bluttest offenbar so gut wie Liquortests