Geld und Vermögen

Nur wenige PKV-Versicherte auf dem Sprung

KÖLN (iss). Für viele privat Krankenversicherte ist der Wechsel des Anbieters kein Thema. Nach einer aktuellen Umfrage planen gerade einmal vier Prozent der Versicherten im ersten Halbjahr 2009 einen Wechsel.

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Mehr als 80 Prozent sehen in einem Wechsel der privaten Krankenversicherung keine Option. Sie wollen weder in den Basistarif des eigenen Anbieters noch in den Basistarif oder einen anderen Tarif von Konkurrenten.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS-Infratest hatte im Auftrag mehrerer privater Krankenversicherer (PKV), darunter die Ergo-Versicherer DKV und Victoria, 2500 Personen ab 14 Jahren befragt, unter ihnen 259 Privatversicherte. Von diesen halten sich 39,9 Prozent für gut informiert über die Auswirkungen der Gesundheitsreform, 36,4 Prozent für schlecht oder gar nicht.

"Die Zahlen zeigen, dass die Wechselbereitschaft sehr gering ist", sagt Dr. Jochen Messemer, Vorstand der Ergo-Krankenversicherer, der "Ärzte Zeitung". "Ich bin erstaunt, dass so viele keinen Grund sehen, über das Thema auch nur nachzudenken." Die meisten Kunden seien offenbar mit der PKV zufrieden. Außerdem habe die Diskussion der vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass der Basistarif keine Alternative ist.

Hinzu komme ein weiterer Faktor: "Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass es Unterschiede zwischen den Unternehmen gibt", sagt Messemer. Hier müssten die Anbieter bei der Tarifpolitik ansetzen und sich stärker differenzieren, gerade mit Blick auf die größeren Wechselmöglichkeiten für Kunden, die ab 2009 zu PKV kommen. Messemer: "Wir dürfen uns als Unternehmen nicht ausruhen."

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