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Ermittlungen

Pflegerin von Geräuschen gestört? Anklage wegen Mordversuchs

Eine Pflegerin eines Seniorenheims in Frankfurt soll ein Gerät entfernt haben, um im Nachtdienst nicht durch Alarmsignale gestört zu werden. Dadurch wurden drei Wachkoma-Patienten gefährdet.

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Der Eingang zum Sitz der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main

Der Eingang zum Sitz der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main. (Archivbild)

© Boris Roessler/dpa

Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung Anklage gegen eine 53 Jahre alte Pflegerin eines Pflegeheims im Main-Taunus-Kreis erhoben. Die Deutsche soll zwischen Mitte und Ende Februar 2025 vier Taten begangen haben, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte.

Sie sei als Pflegefachkraft in einer Seniorenresidenz beschäftigt gewesen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft soll die Frau drei Wachkomapatienten ein sogenanntes Pulsoximeter entfernt haben. Dieses Gerät dient zur Überwachung der Sauerstoffsättigung und des Pulses. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, die Geräte entfernt zu haben, „um während ihrer Nachtschicht nicht durch optische oder akustische Alarmsignale gestört und zu pflegerischen Handlungen veranlasst zu werden“.

Tod billigend in Kauf genommen?

Ein Patient habe daraufhin in ein Krankenhaus gebracht werden müssen, andere hätten sich teils in einem kritischen Zustand befunden. „Bei allen Fällen soll die Angeschuldigte jeweils den Tod der Patienten zumindest billigend in Kauf genommen haben und ihr soll auch bewusst gewesen sein, dass sich der Zustand der Patienten unmittelbar lebensbedrohlich verändern könnte“, schrieb die Staatsanwaltschaft. Das Landgericht Frankfurt muss nun über die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden.

Nach früheren Angaben wurde die 53-Jährige im Main-Taunus-Kreis festgenommen - wo genau, wurde nicht bekanntgegeben. Sie sitzt seit dem 20. Januar in Untersuchungshaft. (dpa)

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