Sanofi-Aventis will vorerst nicht groß zukaufen

PARIS (brs). Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat im 4. Quartal 2008 seinen Umsatz um 3,6 Prozent auf 7,089 Milliarden Euro gesteigert, der bereinigte Nettogewinn erhöhte sich um 13,9 Prozent auf 1,627 Milliarden Euro.

Veröffentlicht:

Im gesamten Geschäftsjahr 2008 setzte Sanofi-Aventis 27,568 Milliarden Euro um, das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 7,186 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung war getragen von umsatzstarken Produkten wie dem Insulinanalogon Lantus® (plus 27,7 Prozent), dem Krebsarzneimittel Taxotere® (plus 13,2 Prozent) und dem Antithrombotikum Clexane® mit 10,6 Prozent Zuwachs. Der Blutverdünner Plavix® setzte 10,5 Prozent mehr um. In Deutschland, wo seit mehr als einem halben Jahr eine generische Alternative des Wirkstoffs Clopidogrel angeboten wird, hatte Plavix® im Dezember noch 75 Prozent Marktanteil.

Die Impfstoffsparte steigerte die Umsätze um 9,6 Prozent. Größere Zukäufe stünden derzeit nicht an, sagte Konzernchef Chris Viehbacher. Mit einem Umstrukturierungsprogramm will sich Sanofi-Aventis gegen die Herausforderungen durch Patentausläufe und Generikakonkurrenz wappnen, denn in den nächsten fünf Jahren sind mehr als 20 Prozent des Umsatzes von Patentausläufen betroffen. "Wir haben derzeit nicht genug neue Produkte um das auszugleichen", sagte Viehbacher. Um die Produktivität der Forschung zu steigern, wurde jetzt die neue Funktion des externen wissenschaftlichen Beraters geschaffen. Die Stelle wurde mit Dr. Elias Zerhouni besetzt.

Der Wissenschaftler leitete in der Vergangenheit die National Institutes of Health in den USA und ist Senior Fellow der Bill and Melinda Gates Foundation. Er wird Viehbacher und Forschungschef Marc Cluzel beraten und einem noch zu bildenden Forschungsausschuss vorstehen.Doch Sanofi-Aventis sehe sich nicht als Pharma- sondern als diversifizierter Gesundheitskonzern mit Aktivitäten in Pharma, verschreibungsfreien Produkten, Generika und Impfstoffen. Der Konzern erziele heute schon 30 Prozent seiner Umsätze mit Biotechprodukten. Pfizer kaufe sich mit Wyeth Plattformen, die Sanofi-Aventis schon habe, sagte Viehbacher. Sanofi-Aventis will seine Sparten auch künftig durch kleinere Zukäufe und solche mittlerer Größe ausbauen.

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Lieferengpässe

DKG warnt vor Op-Ausfällen, weil Spüllösungen fehlen

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Selbstverwaltung

Vierte Amtsperiode des G-BA endet – und Hecken teilt aus

Lesetipps
Gemälde von Menschen auf einer tropischen Insel, die um eine übergroße Mango tanzen.

© Preyanuch / stock.adobe.com

Kinetose

Mango, Musik, Medikamente – was gegen Reisekrankheit hilft

In Japan dürfen nur Ärzte oder Pflegekräfte unter ärztlicher Aufsicht impfen.

© [M] David Inderlied / dpa / picture alliance / Springer Medizin Verlag

Strenge Regelungen

Blick über den Tellerrand: Japan ist konservativ beim Impfen

Die Ursache der Appendizitis des jungen Mannes war offenbar eine Aktinomykose, ausgelöst durch Actinomyces israelii, ein gram-positives anaerobes Bakterium, das als Kommensale in der Mundhöhle und auch im Gastrointestinaltrakt vorkommt.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium