PKV

Signal Iduna erwartet keine großen Belastungen durch Corona-Krise

Die Signal Iduna meldet positive Zahlen für das Geschäftsjahr 2019. Auch in diesem Jahr sollen digitale Themen angepackt werden.

Veröffentlicht: 11.06.2020, 10:15 Uhr
Signal Iduna erwartet keine großen Belastungen durch Corona-Krise

Die Signal Iduna will sich noch mehr den digitalen Themen widmen

© AndSus / stock.adobe.com

Dortmund. Die Signal Iduna geht davon aus, dass sich bei ihrem privaten Krankenversicherer die Effekte der Corona-Krise erst im dritten Quartal in den Geschäftszahlen zeigen werden. „Wir merken einen Rückgang der Eingänge von Rechnungen, wir sehen aber auch, dass die Anfragen für die Kostenübernahme in Krankenhaus in den letzten Tagen wieder stark gestiegen sind, fast wieder wie vor Corona“, berichtete Vorstand Dr. Karl-Josef Bierth bei der Online-Präsentation der Jahresergebnisse 2019.

Der Entlastung durch gestrichene oder verschobene Untersuchungen und Behandlungen stünden Belastungen wie der Finanzbeitrag der privaten Krankenversicherer (PKV) zur Bewältigung der Krisen-Folgen gegenüber. „Aber ich gehe nicht davon aus, dass es zu einer deutlichen Belastung in der PKV kommen wird“, sagte Bierth.

Weitere Investitionen in Digital-Angebot

Im vergangenen Jahr legte die Signal Iduna im Hauptgeschäftsfeld Krankenversicherung bei den Beitragseinnahmen um 2,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu. Das Unternehmen gehörte erneut zu den wenigen im Markt, die bei der Zahl der Vollversicherten noch zulegen konnten. Hier verzeichnete die Signal Iduna ein Plus von 1574 auf 622.985 Versicherte. Die Ausgaben des Unternehmens für Versicherungsfälle erhöhten sich um 3,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Die Signal Iduna will auch weiter in den Bereich Digitalisierung investieren. In der Krankenversicherung kommen inzwischen mehr Rechnungen und Belege digital an als in Papierform. Die „meine Signal Iduna-App“ bezeichnete Leitermann als erste Kombination aus Versicherungs- und Gesundheits-App. „Mit der App können wir flexibler reagieren.“

ePA-Anbieter steht noch nicht fest

Unter dem Titel „Signal Iduna Gesundheitswelt“ stellt der Versicherer Kunden eine Reihe digitaler Services zur Verfügung. Der Versicherer kooperiert seit Kurzem mit Kry, dem schwedischen Anbieter für Videosprechstunden.

Die Signal Iduna hat eine App entwickelt, die Pflegebedürftigen und Angehörigen das Stellen eines Pflegeantrags erleichtert und die Prozesse beschleunigt. Sie will die App auch anderen Krankenversicherern zur Verfügung stellen. Sowohl mit gesetzlichen Krankenkassen als auch anderen PKV-Anbietern gebe es weit fortgeschrittene Vertragsverhandlungen, sagte Vorstand Bierth.

In der wichtigen Frage, mit welchem Modell der elektronischen Patientenakte die Signal Iduna künftig arbeiten will, ist noch keine abschließende Entscheidung gefallen. „Aber wir sind auf der Zielgeraden“, betonte Leitermann. (iss)

Mehr zum Thema

Wettbewerbsrecht

Ottonova verteidigt Werbung für Fernbehandlung

Krankenkassen

AOKen haben neuen Partner für private Zusatztarife

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Was Homeoffice-Unfälle für die Abrechnung bedeuten

Verschenkter Praxisumsatz

Was Homeoffice-Unfälle für die Abrechnung bedeuten

Jeder fünfte Jugendliche kann sich Pflegetätigkeit vorstellen

Umfrage „Aufwertung sozialer Berufe“

Jeder fünfte Jugendliche kann sich Pflegetätigkeit vorstellen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden