Ärzte Zeitung, 30.01.2008
 

EU-Politiker skeptisch bei Stammzellen

BRÜSSEL (spe). Abgeordnete aller großen Fraktionen des Europaparlaments haben die EU-Kommission aufgefordert, die Forschungsförderung von EU-weiten Projekten mit embryonalen Stammzellen zu überdenken. Dies geht aus einer schriftlichen Anfrage von christdemokratisch-konservativen, liberalen und Politikern der Grünen an die Behörde hervor.

Die Abgeordneten verwiesen darauf, dass es japanischen Forschern kürzlich gelungen sei, Stammzellen aus menschlichen Hautzellen zu gewinnen. Dies rechtfertige einen Stopp der ethisch umstrittenen embryonalen Stammzellforschung mit EU-Mitteln, heißt es in dem Schreiben. Auch forderten die Europaparlamentarier eine Unterbrechung bereits begonnener EU-weiter Forschungsvorhaben auf diesem Gebiet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »