Männerkrankheiten

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Moderne Therapieoption bei ED und IPP – Zukunftsperspektiven der extrakorporalen Stoßwellentherapie

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 23.09.2005

Was PSA-positiv heißt, sollte vor dem Test erklärt werden

57. Deutscher Urologen-Kongreß / Neues zu Inkontinenz

DÜSSELDORF (grue). "Unter meinen Kollegen ist unbestritten, daß der Test auf Prostata-spezifisches Antigen (PSA) in Kombination mit der rektalen digitalen Untersuchung das beste Verfahren zur Erkennung von Prostatakarzinomen ist." Das hat Professor Lothar Hertle aus Münster zum Auftakt des 57. deutschen Urologen-Kongresses in Düsseldorf gesagt.

Negative Testbefunde können Krebsängste ausräumen, positive Befunde ermöglichen eine schnelle histologische Abklärung und Therapie, sagte Hertle bei einer Pressekonferenz zum Kongreß.

Trotzdem sei der PSA-Test immer noch umstritten, erinnerte Hertle. Grund dafür seien falsch-negative Testbefunde, die bei etwa jedem zehnten Mann mit Prostatakarzinom gefunden werden. Zudem gebe es Männer, die trotz auffällig hoher PSA-Werte kein Prostatakarzinom haben oder eines, das nur sehr langsam wächst.

Jeder verdächtige PSA-Befund erfordere deshalb eine histologische Abklärung und - falls nötig - eine auf das Lebensalter und die Begleitumstände abgestimmte Therapie. "Jeder Mann sollte vor einem PSA-Test wissen, welche Konsequenzen ein positiver Befund nach sich zieht", sagte Hertle.

Ein weiteres Schwerpunktthema des Kongresses ist die Therapie bei Belastungsinkontinenz. Bei Frauen liegt die Erfolgsrate mit konservativer Therapie bei 30 bis 60 Prozent, sagte Professor Daniela Schultz-Lampel aus Villingen-Schwenningen. Als Alternative biete sich die minimal-invasive Inkontinenz-operation mit spannungsfreien Bändern an.

"Die Erfolgsraten liegen bei richtiger Indikation und in der Hand geübter Chirurgen bei bis zu 98 Prozent", sagte die Urologin. Ein Problem sei die Belastungsinkontinenz bei Männern nach radikaler Prostatektomie. "Direkt nach dem Eingriff sind fast alle Männer davon betroffen".

Mit Schließmuskel- und Biofeedback-Training, Elektro- oder Magnetfeldtherapie werden die meisten Männer binnen Jahresfrist wieder kontinent. Auch mit dem Off-Label-Einsatz von Duloxetin, das bisher nur für Frauen mit Belastungsinkontinenz zugelassen ist, gebe es gute Erfahrungen, sagte Schultz-Lampel.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »