Ärzte Zeitung, 27.04.2011

Wo King Kong von Jagdfliegern beschossen wurde

Das Empire State Building in New York, berühmtester Wolkenkratzer der Welt, wird 80.

Wo King Kong von Jagdfliegern beschossen wurde

Seit dem Anschlag auf das World Trade Center ist es wieder das höchste Gebäude New Yorks. Das Empire State Building.

© dpa

NEW YORK (dpa). Der Hollywood-Star ist schon 80, doch dank unzähliger Filme bekommt er noch immer täglich Besuch von Tausenden von Fans aus aller Welt. Der kantige Typ ist längst nicht mehr das Maß aller Dinge, aber er ist ein Klassiker mit bewegter Vergangenheit und vielleicht der berühmteste seiner Art:

Das Empire State Building, jahrzehntelang der höchste Wolkenkratzer der Welt und eines der bekanntesten Bauwerke der Erde, wird 80 Jahre alt. Zumindest jährt sich seine offizielle Eröffnung durch den US-Präsidenten zum 80. Mal.

Auch wenn Hollywood den von Jagdfliegern bedrohten Riesenaffen King Kong nicht auf der Spitze hätte herumturnen lassen, wäre das Empire State Building eine Berühmtheit geworden. Denn als solches war es angelegt: Das höchste Bauwerk der Welt sollte es werden.

Ein Turm auf dem Turm machte das Gebäude zum Rekordhalter: 381 Meter hoch. Die 20 Jahre später montierte Antenne brachte es auf knapp 444 Meter. Doch das war nicht mehr wichtig. Während die Baurekorde heute alle paar Jahre purzeln, hielt dieser Höhenrekord biss 1972 - bis das World Trade Center kam.

Ein Rekord ist heute allerdings nicht mehr zu sehen: Das Empire State Building wurde in atemberaubender Geschwindigkeit gebaut. Nachdem das alte Waldorf-Astoria-Hotel an der Ecke Fifth Avenue, 33. Straße abgerissen war, wuchs der Art-deco-Bau täglich, stündlich, ja minütlich.

Im September 1930 wurden in nur zehn Tagen 14 Stockwerke gebaut. Das klappte, weil viele Teile vorgefertigt und der Einsatz der 3500 Bauarbeiter geradezu militärisch geplant war. Nach nicht einmal 14 Monaten war der Riesenbau fertig. Der Preis des Erfolgs: 14 Arbeiter waren ums Leben gekommen.

Jedes Jahr kommen immer noch mehr als eine Million Besucher. Nach 20 Dollar, der Sicherheitskontrolle, stundenlangem Warten und der Fahrt mit einem Expresslift belohnt, bietet sich bei dichtem Gedränge ein atemberaubender Blick auf das atemberaubende New York.

Topics
Schlagworte
Panorama (32846)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »