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Medizinprodukte

Hecken für Prüfung wie bei Arzneimitteln

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MÜNCHEN. „Medizinprodukte sollten vor dem Markteintritt im Grunde genauso geprüft werden wie Arzneimittel.“ Diese Meinung hat der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA), Professor Josef Hecken, auf dem Wirtschaftsdialog des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller (BAH) in München vertreten.

Allerdings räumte er ein, dass Medizinprodukte im Gegensatz zu Medikamenten in der Regel einen deutlich kürzeren Lebenszyklus haben. Bei einer mehrjährigen Prüfphase dieser Produkte bestehe damit die Gefahr, dass man der „Zeit hinterher“ laufe und die Produkte bereits überholt sind, wenn sie auf den Markt kommen.

Lars Ritter, Mitarbeiter der EU-Abgeordneten Gesine Meißner (FDP), wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass mit der Medizinprodukte-Verordnung, die im Mai 2020 nach einer dreijährigen Übergangszeit Anwendung finden soll, ohnehin höhere Anforderungen an die Zulassung dieser Produkte gestellt werden. Demnach müssen Hersteller künftig mehr Medizinprodukte zu höheren Standards bei sogenannten „benannten Stellen“ – in Deutschland etwa der TÜV – zertifizieren lassen. (sct)

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