Ärzte Zeitung, 13.07.2011

Bayern will vernetzte Nachsorge für Krebskranke

MÜNCHEN (sto). Im Kampf gegen den Krebs will Bayern außer der Prävention und der Früherkennung auch die Versorgungsforschung stärken.

Erstmals soll der Schwerpunktbericht Krebs nicht nur Daten zu Neuerkrankungen oder Sterblichkeit enthalten, kündigte Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) beim ersten Bayerischen Krebskongress in Nürnberg an.

Künftig sollen auch Krebszentren, niedergelassene Onkologen sowie weiteren Spezialisten, Strahlentherapieeinrichtungen oder Reha-Kliniken einbezogen werden. In dem Bericht sollen auch Anlaufstellen für Krebs-Früherkennungsuntersuchungen aufgelistet werden.

Ein weiteres Ziel sei die bessere Vernetzung von ambulantem und stationärem Bereich. Gemeinsam mit den Akteuren des Gesundheitswesens solle ein Nachsorge-Management erarbeitet werden, das den Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich erleichtert.

Freistaat plant Internetplattform – "wichtiges Instrument"

Geplant ist auch eine neue Internetplattform für die Versorgungsforschung. Sie werde unabhängige und patientenorientierte Informationen zum Thema Krebs, aber auch zu Vorsorgeuntersuchungen bieten.

Wissenschaftliche Ergebnisse von Forschungseinrichtungen oder Krankenhäusern werden dort aufgelistet und weiter vernetzt.

"Das neue Angebot wird als Schnittstelle von Politik und Versorgungspraxis sowie Wissenschaft und Verwaltung dienen. Es ist ein wichtiges Instrument, um die Versorgung der Patienten weiter zu stärken", so Söder.

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