Ärzte Zeitung, 10.06.2012

Zahl der Freiberufler erreicht Rekordhoch

BERLIN (dpa). Die Zahl der Freiberufler in Deutschland ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Zu Jahresbeginn arbeiteten laut Bundesverband der Freien Berufe (BFB) zufolge rund 1,19 Millionen Deutsche als Selbstständige in den freien Berufen.

Das sei ein Plus von knapp 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert seit 1950, so der BFB. Der Aufwärtstrend sei seit der Wiedervereinigung ungebrochen.

"Offenbar haben auch die krisenhaften Erscheinungen auf den Finanzmärkten und in der Wirtschaft die Nachfrage nach Vertrauensdienstleistungen stimuliert", erklärte BFB-Präsident Rolf Koschorrek.

Die Freiberufler erwirtschafteten im vergangenen Jahr dem Verband zufolge zusammen mit ihren Beschäftigten rund 10,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Am stärksten wuchsen die freien Heilberufe mit einem Plus von 5,8 Prozent. Auch als Arbeitgeber werden die freien Berufe immer wichtiger: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg um 3 Prozent auf 2,78 Millionen. Freiberufler verkörperten den Strukturwandel zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, betonte Koschorrek.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »