Ärzte Zeitung, 15.04.2013

Hamburg

KV muss Spitzenposten neu besetzen

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Generationenwechsel an der Elbe: In Hamburg geben der Vorstandschef der KV und der Vorsitzende der Vertreterversammlung ihre Ämter auf.

HAMBURG. Neues Domizil und neue Führungsspitze: in der KV Hamburg stehen einschneidende Veränderungen an. Die wichtigste: Dr. Michael Späth kündigte in der jüngsten KV-Vertreterversammlung seinen Rückzug als Vorsitzender der Versammlung zum 1. Juli an.

Auch Dieter Bollmann wird dann seinen Posten als Vorsitzender des Vorstands aufgeben. Ganz aus dem Vorstand will er zum Jahreswechsel ausscheiden, teilte die KV auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" mit.

Der 1949 geborene Bollmann hört aus Altersgründen auf. Er empfahl der VV seinen Vorstandskollegen Walter Plassmann, mit dem er seit Jahren ein eingespieltes Team bildet, als Nachfolger.

Die KV Hamburg hat ihren Vorstand derzeit - anders als andere Länder-KVen - ohne Ärzte besetzt. Ob dies dabei bleibt, ist offen. Über die Neubesetzung soll in den kommenden Wochen gesprochen werden.

Späth nannte für seinen Rückzug nach Jahrzehnten an der KV-Spitze persönliche Gründe. Er hat seit Mitte der 90er Jahre die KV-Politik in verschiedenen Spitzenämtern geprägt. Über Nachfolger wurde noch nicht gesprochen.

KV verlässt das Ärztehaus

Ein möglicher Kandidat ist Dr. Stephan Hofmeister. Der Hausarzt aus Eilbek ist seit der letzten Wahl Stellvertreter Späths.

Fest steht seit der jüngsten Vertreterversammlung, dass die Verwaltung der KV bald nicht mehr im sanierungsbedürftigen Hamburger Ärztehaus arbeiten wird. Nur zwei Optionen sind noch im Rennen: Abriss des Gebäudes und Neubau am gleichen Standort in der Humboldtstraße, alternativ Miete oder Kauf im Nagelsweg.

Die erste Variante ist laut KV preisgünstiger. Die Verwaltung müsste dann für die Bauphase, die voraussichtlich länger als zwei Jahre dauern würde, in eine Interimslösung ziehen. Im Juni wollen die Vertreter entscheiden, welche Variante den Zuschlag erhält.

Wie berichtet, hatte die Ärztekammer bereits entschieden, an anderer Stelle Räume zu mieten. Bislang nutzen beide Körperschaften die gleiche Immobilie. (di).

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