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Transplantation

Nephrologen fordern überregionales Zentrum

Hilft mehr Regulierung für mehr Qualität in der Transplantationsmedizin? Die Nephrologen fordern jetzt ein überregionales Zentrum, das für Qualität sorgen soll.

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WEIMAR. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hat sich für ein überregionales Transplantationszentrum ausgesprochen. Ein solches bundesweites Zentrum, kurz BTZ, könne für klar definierte Strukturen und überprüfbare Abläufe in der Transplantationsmedizin sorgen, teilte die Fachgesellschaft am Montag in Weimar mit.

Hintergrund für den Vorstoß ist die nach Angaben der Gesellschaft anhaltende Verunsicherung in der Ärzteschaft und Bevölkerung durch die bekannt gewordenen Verfehlungen bei der Vergabe von Lebertransplantaten.

Ein "(Bundes-)Transplantationszentrum", so die DGfN, könne die Abläufe bei Transplantationen "effektiv und transparent" fördern und überprüfen. Nach den Vorstellungen der Nephrologen sollte das BTZ unter der Aufsicht des Bundesgesundheitsministeriums eingerichtet werden.

An dem Zentrum sollte demnach das künftige Transplantationsregister etabliert werden. Auch sollten dort Richtlinien erlassen werden, mit denen die "Struktur- und Prozessqualität" für die transplantierenden Kliniken vorgegeben wird. Die Krankenhäuser sollten anhand dieser Richtlinien akkreditiert und kontrolliert werden, so die DGfN.

Das BTZ würde nach dieser Maßgabe in Konkurrenz zu der Bundesärztekammer (BÄK) treten. Nach der heutigen Regelung im Transplantationsgesetz erlässt die BÄK die Richtlinien sowohl zur Hirntodfeststellung als auch zu Organentnahme und Organtransplantation.

Die Nephrologen fordern zudem neue Vergütungsmodelle für die Transplantationsmedizin. Statt der Menge von durchgeführten Transplantationen sollte künftig die Qualität "belohnt" werden. Neue Mindestmengen lehnt die DGfN dementsprechend ab. (nös)

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