Ärzte Zeitung, 18.08.2015

Honorarverhandlungen

Lindemann wittert "grobes Foul" der GKV

BERLIN. Die für den 19. August angesetzten Verhandlungen über den Orientierungspunktwert sorgen für erhöhten Blutdruck in Teilen der Ärzteschaft.

Als "grobes Foul" bezeichnete SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars Lindemann ein von den Kassen kurzfristig ins Spiel gebrachtes Prognos-Gutachten.

Über die Aussage des Gutachtens ist bislang nichts bekannt. Es solle, so spekuliert Lindemann, zu einer pauschalen Absenkung des Orientierungswertes führen. Der Wert liegt derzeit bei 10,27 Cent.

Um langwierige Verhandlungen über die Investitions- und Betriebskosten von Arztpraxen künftig auszuschließen, hatte der Gesetzgeber die Verhandlungspartner seit 2013 darauf verpflichtet, den Punktwert anhand einer Art Algorithmus zu ermitteln. Dieses Vorgehen sieht Lindemann in Gefahr.

Honorarverhandlungen seien keine Tarifverhandlungen, sagte er am Dienstag. Die Honorarrunde wird am Mittwoch fortgesetzt. (af)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

Nach dem knappen Abstimmungsergebnis pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Sonderparteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. Die KBV reagiert skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »