Direkt zum Inhaltsbereich

Transplantationsbeauftragte

LÄK Hessen fordert Freistellung nach bayerischem Vorbild

Veröffentlicht:

BAD NAUHEIM. Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer (LÄK) Hessen fordert eine verbindliche Freistellung ärztlicher Transplantationsbeauftragter von Routinearbeiten in hessischen Kliniken.

Die Hoffnung: dass dann ähnlich wie in Bayern die Zahl der Organspenden wieder steigt. In Bayern wurde nämlich im vergangenen Jahr genau jene zeitanteilige Freistellung gesetzlich geregelt. Die Folge laut LÄK Hessen: Bereits im ersten Jahr nahm die Zahl der Organspenden entgegen dem bundesweiten Trend zu.

Nach dem hessischen Gesetz zur Ausführung des Transplantationsgesetzes muss die ärztliche Leitung eines Krankenhauses zwar auch jetzt schon sicherstellen, dass die Transplantationsbeauftragten von sonstigen Tätigkeiten freigestellt werden, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Doch wegen Personalmangels, Arbeitsverdichtung, ökonomischer Zwänge in den Kliniken sowie fehlender Akzeptanz funktioniere das im Alltag eher schlecht als recht, moniert das Ärzteparlament. Die verbindliche zeitanteilige Freistellung soll das ändern.

Gleichzeitig appelliert das hessische Ärzteparlament an den Bundesgesundheitsminister, nicht nur die Pflegepersonalkosten aus den DRG herauszunehmen. Diese isolierte Herausnahme von Pflegekosten (wir berichteten) berge die Gefahr, dass dann vermehrt andere Personalbereiche den Sparzwängen der Kliniken zum Opfer fallen würden.

Das könnte laut den Delegierten dann auch zulasten der Ärzte gehen. "Eine gute Versorgung der Patienten gelingt jedoch nur als multiprofessionelles Team", heißt es in der einstimmig verabschiedeten Erklärung. (reh)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Änderungsantrag beschlossen

Bundestag verschärft Terminmeldepflicht für Praxen

Änderungsanträge zur Notfallreform

Koalition räumt größten Kritikpunkt der Vertragsärzteschaft ab

Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Potenzielle Über- und Untertherapie

Medikation des Typ-2-Diabetes wird im Alter zu selten angepasst

Lesetipps
Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck

Patient ist nach akuter myeloischer Leukämie in Remission – welche Impfung ist ratsam?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Patient ist nach akuter myeloischer Leukämie in Remission – welche Impfung ist ratsam?

Nahaufnahme einer Ärztin, die die Schilddrüse einer Patientin mit einem Ultraschallgerät untersucht.

© [M] artem_goncharov / stock.adob

Best-Practice-Empfehlungen

Erhöhtes Schilddrüsenkrebs-Risiko unter GLP-1-RA-Therapie?