Molekulargenetik
Viele gemeinsame genetische Grundlagen psychischer Erkrankungen
Depression, Angststörungen und posttraumatischer Belastungsstörungen haben genetisch gesehen sehr viele Überschneidungen. Das gilt jedoch auch für weitere psychische Erkrankungen.
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Bestimmte Mutationen treten bei psychischen Erkrankungen wohl besonders häufig auf.
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Essen. Psychische Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf – etwa Depressionen zusammen mit Angststörungen oder Schizophrenie mit bipolarer Störung. Eine Studie, an der auch Proessorin Anke Hinney, Wissenschaftlerin an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, beteiligt war, liefert nun Hinweise auf wichtige überlappende genetische Faktoren, teilte das Universitätsklinikum Essen am Freitag (16. Januar) mit.
Das internationale Forschungsteam hat genetische Daten von über einer Million Menschen mit 14 verschiedenen psychischen Erkrankungen analysiert. Dabei zeigte sich, dass viele dieser Erkrankungen genetisch enger miteinander verwandt sind als bisher angenommen (Nature 2025; online 10. Dezember).
„Statt jeweils eigene genetische Ursachen zu haben, teilen sich viele psychische Erkrankungen einige wenige gemeinsame genetische Grundlagen“, wird Hinney, Leiterin der Sektion für Molekulargenetik Psychischer Störungen an der LVR-Universitätsklinik Essen, zitiert. „Vielleicht liefern solche genetischen Analysen langfristig auch Erklärungen für die Geschlechterunterschiede, die bei psychischen Erkrankungen häufig beobachtet werden.“
Besonders deutlich waren die Überschneidungen zwischen Schizophrenie und bipolarer Störung sowie zwischen Depression, Angststörungen und posttraumatischer Belastungsstörungen. Hier fanden die Forschenden kaum krankheitsspezifische genetische Unterschiede, sondern viele gemeinsame biologische Grundlagen.
Die Studie zeigt zudem, dass unterschiedliche Gruppen psychischer Erkrankungen auch jeweils mit verschiedenen Zelltypen im Gehirn in Zusammenhang stehen. (eb)







