Ärzte Zeitung online, 04.05.2018

Sexuelle Belästigung

Ärztinnenbund greift Debatte um #MeToo auf

BERLIN. Den Kampf gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz hat sich der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) auf die Fahnen geschrieben. Dazu hat er ein Faltblatt herausgegeben, in dem Betroffene Ansprechpartner finden. Es enthält auch Informationen darüber, was unter sexueller Belästigung zu verstehen ist und wie häufig sie im Medizinbetrieb vorkommt.

Zudem hat der DÄB die E-Mail-Adresse hilfe@aerztinnennund.de eingerichtet. Hier sollen Ärztinnen, Zahnärztinnen oder Studentinnen dieser beiden Fächer eine Nachricht hinterlassen können, wenn sie Unterstützung brauchen, um sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren.

"Wenn Sie spüren, das ist ein Übergriff, dann ist es ein Übergriff und es ist die Pflicht des Arbeitgebers, die sexuelle Belästigung zu stoppen und in Zukunft zu verhindern. Nehmen Sie als Ärztin sexuelle Belästigung nicht hin und lassen Sie sich unterstützen, wenn Sie sich wehren wollen", appelliert DÄB-Präsidentin Dr. Christiane Groß an Betroffene.

Das Allgemeinen Gleichstellungsgesetz sehe für Opfer sexueller Belästigung ein Beschwerderecht, ein Leistungsverweigerungsrecht sowie einen Anspruch auf Entschädigung und Schadensersatz vor, so der DÄB. (chb)

Faltblatt zum Download: www.aerztinnenbund.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Doping nicht nur im Spitzensport

Bei Doping denken viele an gefallene Stars. Aber der Sport ist ein Abbild der Gesellschaft. Auch viele Breitensportler greifen zu unerlaubten Mitteln. mehr »

Warten auf den Arzt

Wie lange die Wartezeit in einer Arztpraxis beträgt, hängt nicht nur mit dem Fachgebiet des Arztes zusammen, sondern auch mit der Versicherung und dem Standort, so eine Patientenbefragung. Wer wartet wo wie lange? mehr »

Vorstufe für Bundespflegekammer

Die Pflegekräfte wollen mehr Einfluss – nun haben sie die Vorstufe für eine Bundespflegekammer gegründet. Sie wollen damit ihre Position gegenüber Ärzten stärken. mehr »