Ärzte Zeitung, 25.03.2012

US-Mediziner soll Präsident der Weltbank werden

WASHINGTON (dpa). Die USA haben überraschend den Mediziner und Universitätspräsidenten Jim Yong Kim als neuen Chef der Weltbank nominiert.

Der 52-jährige Amerikaner soll nach dem Willen von US-Präsident Barack Obama die Führung der internationalen Entwicklungshilfe-Organisation von Robert Zoellick übernehmen, dessen Amtszeit am 30. Juni endet.

"Jims persönliche Erfahrung und sein jahrelanger Dienst machen ihn zum idealen Kandidaten für den Job", sagte Obama am Freitag in Washington. Er arbeite seit mehr als zwei Jahrzehnten daran, die Lage in Entwicklungsländern zu verbessern.

Der gebürtige Südkoreaner und Sohn von Einwanderern leitet derzeit das renommierte Dartmouth College im Bundesstaat New Hampshire. Dort habe er Pionierarbeit für die internationale Verbreitung kostengünstiger, hochwertiger Gesundheitsversorgung geleistet, teilte das Weiße Haus mit.

Kim ist zudem Mitbegründer der humanitären Einrichtung "Partners in Health", die sich seit 25 Jahren für die medizinische Behandlung von Armen in der Welt einsetzt.

Zudem war der Arzt einst Direktor der Aids- und HIV-Abteilung bei der Weltgesundheitsorganisation WHO. Da die Weltbank traditionell von einem Amerikaner geführt wird, hat Kim durch die US-Nominierung beste Chancen auf das Präsidentenamt.

Topics
Schlagworte
Gesundheitspolitik international (8477)
Organisationen
WHO (3377)
Krankheiten
AIDS (3426)
Personen
Barack Obama (403)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »