Ärzte Zeitung online, 10.11.2016

USA

Keine Kondompflicht für Porno-Darsteller in Kalifornien

LOS ANGELES. Die Pornofilm-Industrie hat bei den Wahlen in Kalifornien einen Sieg davongetragen. Ein Referendum, das Porno-Darstellern vorgeschrieben hätte, bei den Dreharbeiten Kondome zu tragen, ist nach Auszählung der Stimmen abgelehnt worden. Die Befürworter wollten mit den strikteren Auflagen einen besseren Gesundheitsschutz erwirken.

Die Filmstudios wehrten sich gegen die Kondom-Pflicht. Die Produzenten würden Drehs ohne Kondome vorziehen, weil das von den Kunden so gewünscht werde, heißt es in der Branche. Firmen hatten damit gedroht, ihre Produktion in Nachbarstaaten zu verlegen.

Die meisten amerikanischen Sexfilme werden im Großraum Los Angeles gedreht. Bislang überwacht die Pornoindustrie die Gesundheit ihrer Mitarbeiter selbst und lässt die Akteure auf HIV und andere Erreger untersuchen. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »