Ärzte Zeitung online, 02.01.2018

Zum Jahresbeginn 2018

Kalifornien startet legalen Marihuana-Verkauf

Mit teils stundenlangen Wartezeiten hat der legale Verkauf von Marihuana für jedermann in Kalifornien begonnen.

Kalifornien startet legalen Marihuana-Verkauf

Jeder Kalifornier über 21 Jahren darf ab sofort bis zu sechs Cannabis-Pflanzen anbauen und bis zu 28 Gramm der Droge legal mit sich frühen.

© pkripper503 / Getty Images / iStock

LOS ANGELES. US-Medien berichteten am Montagabend (Ortszeit), dass sich manche Käufer schon in der Nacht zuvor angestellt hätten, um Cannabis ohne Sorge vor Polizeikontrollen zu erwerben. Nach Angaben der "Los Angeles Times" startete das zum Jahresbeginn 2018 zugelassene Geschäft mit Kunden ohne medizinisch begründeten Bedarf zunächst nur in einer begrenzten Anzahl von Läden.

Schon am Dienstag sollte der Verkauf aber auf Dutzende lizenzierte Verkaufsstellen ausgeweitet werden. Beobachter erwarten, dass der Markt allein in Kalifornien bis 2020 auf jährlich 7 Milliarden Dollar (5,8 Mrd Euro) anwachsen dürfte. Kalifornien ist bislang der größte US-Bundesstaat, der Cannabis nicht nur zu medizinischen Zwecken, sondern generell freigibt. Unter dem US-Bundesgesetz bleibt die Droge auch weiter verboten.

Das Unternehmen "Urbn Leaf" im südkalifornischen Kreis San Diego versorgte nach eigenen Angaben am Montag in nur wenigen Stunden 350 Kunden. Es rechnete damit, den Neujahrstag mit gut 1000 Marihuana-Verkäufen abzuschließen.

Für medizinische Nutzer der Droge, die Cannabis bisher schon auf Rezept erwerben konnten, drohen durch die Legalisierung für alle jedoch finanzielle Nachteile. Mit dem neuen Cannabis-Gesetz in Kalifornien fallen auch Steuern an. Diese dürften die Droge um etwa ein Drittel verteuern. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So stark ist die Macht des ärztlichen Wortes

Ärztliche Überzeugungsarbeit macht Therapien wirksamer. Umgekehrt können unbedachte Äußerungen dem Patienten schaden. Etliche Studien belegen diese Placeboeffekte. mehr »

Weiterhin Unklarheit zu Bewertungsportalen

Das Recht auf Informationsfreiheit auf der einen Seite, das Recht auf freie Berufsausübung auf der anderen – der Bundesgerichtshof hat zur Löschung von Einträgen bei Arztbewertungsportalen verhandelt. mehr »

Das sind die Folgen eines Kaiserschnitts

Die Zahl der Kaiserschnitte nimmt seit einigen Jahren weltweit zu. Das hat für Mütter und Babys Vor- und Nachteile. Welche das sind, haben Wissenschaftler zusammengefasst. mehr »