Ärzte Zeitung online, 04.09.2015

Südwesten

Zwangsstörungen nehmen um fünf Prozent zu

SCHWÄBISCH HALL. Einer aktuellen Erhebung der AOK Baden-Württemberg zufolge befanden sich im Jahr 2013 insgesamt 6577 der Versicherten - knapp 0,2 Prozent - wegen einer Zwangsstörung in Behandlung. Von 2008 bis 2013 hätten Zwangsstörungen damit um rund fünf Prozent pro Jahr zugenommen. "Männer und Frauen sind etwa gleich stark betroffen", sagt der Psychotherapeut Dr. Alessandro Cavicchioli aus Schwäbisch Hall.

"Unterschiede gibt es allerdings zwischen den Formen der Zwangserkrankungen. Frauen entwickeln eher Waschzwänge, Männer eher Kontrollzwänge. Bei Männern tritt die Erkrankung zudem zu einem früheren Zeitpunkt auf."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Warum ein Blinddarm auch nach der Op noch Ärger macht

Fälle wiederkehrender Appendizitis nach Appendektomie sind rar. Doch es sind offenbar sogar mehrere Rezidive möglich, wie ein Fall aus den USA zeigt. mehr »

CDU erwägt höhere GKV-Vergütung

Offiziell haben die Koalitionsverhandlungen zwar noch nicht begonnen. Doch: Die Union gibt bereits erste zarte Signale auf einen möglichen Kompromiss beim Ärztehonorar - inklusive einem Ende der Budgetierung. mehr »

Das sind die neuen Paul Ehrlich-Preisträger

Die Paul-Ehrlich-Stiftung ehrt dieses Jahr Forscher für ihre Arbeiten zum Tumor-Nekrose-Faktor mit ihrem mit 120.000 Euro dotierten Preis. Außerdem erkennen sie die Leistung eines Biochemikers zur Erforschung verschiedener Fettzelltypen an. mehr »