Ärzte Zeitung, 02.09.2013

Arbeitsunfähigkeit

Bahr will sehr präzise MDK-Prüfung

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will es den gesetzlichen Krankenkassen erschweren, krankgeschriebene Menschen an den Arbeitsplatz zurückzuschicken.

"Natürlich müssen die Kassen nachprüfen, ob hinter einer Krankmeldung auch wirklich eine Krankheit steckt", sagte er der "Welt".

"Falls Krankschreibungen pauschal, massenhaft und nur nach Durchsicht der Akten zurückgewiesen werden, dann ist das nicht in Ordnung." Bahr sprach sich dafür aus, in Zweifelsfällen genaue Untersuchungen zur Pflicht zu machen. "Jeder Einzelfall muss gewürdigt werden."

2012 kamen MDK-Gutachter in 230.000 von 1,54 Millionen untersuchten Krankschreibungen (16 Prozent) zu dem Ergebnis, dass krankgeschriebene Arbeitnehmer gar nicht mehr arbeitsunfähig seien. Die Entscheidung, eine attestierte Arbeitsunfähigkeit aufzuheben, fällt dann aber die Kasse. (dpa)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17878)
Personen
Daniel Bahr (1069)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »