Ärzte Zeitung App, 15.08.2014

Umfrage zeigt

Die Gründe für den Kassenwechsel

Warum wechseln Menschen ihre Krankenkasse? Eine Umfrage zeigt, welche Faktoren eine Rolle spielen.

Die häufigsten Gründe für den Kassenwechsel

Manchmal werden die Karten neu gemischt.

© Harald Tittel / dpa

KÖLN. Bonusprogramme sowie das Leistungsspektrum und die Optionen einer Krankenkasse spielen eine entscheidende Rolle beim Kassenwechsel.

Auch auf Prämienzahlungen und besondere Serviceangebote wie medizinische Hotlines richten Wechselwillige das Augenmerk. Angebotene Zusatzversicherungen und die Beiträge haben demgegenüber nur eine untergeordnete Bedeutung.

Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Marktforschungsinstituts Heute und Morgen. Dafür waren im Juni 2014 insgesamt 500 GKV-Versicherte zwischen 18 und 65 Jahren online befragt worden, die sich in den vergangenen zwölf Monaten aktiv über einen Kassenwechsel informiert oder tatsächlich gewechselt hatten.

Von denen, die zu einer anderen Kasse gegangen waren, gaben 45 Prozent Bonusprogramme als ausschlaggebenden Punkt an und 41 Prozent das Leistungsspektrum und die Optionen der neuen Kasse. Prämienzahlungen oder Wechselprämien spielten für 32 Prozent eine Rolle, besondere Serviceangebote für 28 Prozent.

Zusatzbeiträge sind auch ein Thema

Den Verzicht auf Zusatzbeiträge des neuen Anbieters nannten 22 Prozent, genauso viele wie das Vorhalten von Geschäftsstellen in der Nähe. Die Mitgliedsbeiträge waren für zwölf Prozent ein wichtiger Punkt, die angebotenen Zusatzversicherungen für 13 Prozent.

Bei der großen Zahl derer, die letztendlich doch bei ihrer Kasse geblieben sind, nannten 43 Prozent als Grund, dass sie bei anderen Anbietern keine klaren Vorteile erkennen konnten.

40 Prozent waren dann doch vom Leistungsspektrum und den Optionen der ursprünglichen Kasse überzeugt. Nur drei Prozent gaben an, dass sie nach der Kündigung von der eigenen Kasse zurückgeworben wurden.

Häufigste Auslöser, sich überhaupt mit einem Wechsel auseinanderzusetzen, waren mit je 29 Prozent Empfehlungen von Freunden oder Verwandten und das Leistungsangebot einer anderen Kasse.

76 Prozent der Befragten hatten sich im Internet über das Angebot anderer gesetzlicher Kassen informiert, 26 Prozent bei Freunden, Bekannten oder Verwandten. (iss)

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