Ärzte Zeitung online, 16.12.2014

2014

Immer weniger Abtreibungen

In Deutschland werden immer weniger Abtreibungen vorgenommen, meldet das Statistische Bundesamt. Teenager stellen dabei eine kleine Minderheit.

WIESBADEN. Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland sinkt weiter. Im dritten Quartal seien rund 23.900 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet worden, 2,4 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit.

Seit Jahresbeginn wurden 76.323 Abtreibungen registriert, ein Rückgang um 2,6 Prozent. Damit setzt sich der seit zehn Jahren beobachtete Trend zu sinkenden Zahlen fort.

Unverändert ist der Anteil von minderjährigen Schwangeren, die abgetrieben haben: Er lag im dritten Quartal bei gut drei Prozent.

Knapp drei Viertel der betroffenen Frauen (73 Prozent) waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 16 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre, etwa acht Prozent 40 Jahre und älter. Mehr als jede dritte Frau hatte keine Kinder.

Die allermeisten (96 Prozent) der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen.

Fast alle Eingriffe wurden ambulant gemacht - rund 78 Prozent in gynäkologischen Praxen und 19 Prozent ambulant im Krankenhaus. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fünf wichtige Fakten zur Herzgesundheit der Deutschen

Heute wurde in Berlin der Herzbericht 2017 vorgestellt. Es zeigt sich, dass Herzerkrankungen jeglicher Art weiter zunehmen. mehr »

Trumps Leibarzt attestiert dem US-Präsidenten beste Gesundheit

US-Präsident Donald Trump attestierte sich kürzlich selbst kerngesund und ein "stabiles Genie" zu sein. Sein Leibarzt bestätigte ihm jetzt einen überragenden Gesundheitszustand – mit einer Einschränkung. mehr »

Ein Anästhetikum zur Behandlung bei schweren Depressionen?

Ketamin - einst als Anästhetikum entwickelt - hat sich in mehreren Studien bei Patienten mit therapieresistenten Depressionen bewährt. Doch: Für Euphorie ist es noch zu früh. mehr »