Ärzte Zeitung, 12.01.2017

Gesundheitsförderung

Jubiläum im Norden – noch viel zu tun

Seit 50 Jahren gibt es die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein. Zum Jubiläum wurde deutlich, wie aktuell die Aufgabe auch heute ist.

KIEL. Zum Jubiläum der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (LVGF) betonte der Vorsitzende Dietmar Katzer das Ziel, die Gesundheit aller Schleswig-Holsteiner unabhängig vom Alter stärken zu wollen. Er hob auch auf die Themenvielfalt ab, die in Prävention und Gesundheitsförderung abgedeckt wird – sie reicht von Aids über Demenz, Ernährung und Impfen bis zur Zahngesundheit. Hierfür geht die LVGF Kooperationen ein, pflegt Kontakte,

identifiziertVorbilderund

initiiertneue

Modelle.

Ein Problem ist nach Auskunft von LVGF-Geschäftsführerin Dr. Elfi Rudolph über die Jahrzehnte hinweg geblieben – man erreicht die Menschen, die ohnehin Interesse an der Gesundheitsförderung haben, relativ leicht, die andere Gruppe hingegen nur schwer.

Rudolph nennt aber auch ein Beispiel dafür, dass anfängliche Skepsis gegenüber dem Angebot überwunden werden kann. Das Programm "Brustlife" ist längst nicht mehr nur im Norden etabliert, sondern hat in anderen Bundesländern – zum Teil unter anderen Namen – Nachahmer gefunden. Das war zum Start vor rund 15 Jahren nicht absehbar. Weder die Frauen selbst, noch die Frauenärzte zeigten sich von dem Programm, das Frauen zum Selbstabtasten der Brust anleitet, begeistert. Die LVG musste damals Überzeugungsarbeit leisten. Dies gelang unter anderem mit Hilfe der Landfrauen, die "Brustlife" über ihre Ortsvereine bekannter machten und zu der heutigen hohen Akzeptanz beitrugen.

Die LVGF wurde vor 50 Jahren als nicht-staatliche, neutrale und gemeinnützige Organisation gegründet. Aus den damals 16 persönlichen und 13 institutionellen Mitgliedern sind heute 132 persönliche und 33 institutionelle Mitglieder geworden. Darunter sind auch Organisationen aus der gemeinsamen Selbstverwaltung, etwa die Ärztekammer Schleswig-Holstein und Krankenkassen. Von Beginn an Partner war das Sozialministerium, das mit einer Basisfinanzierung und fachlichem Austausch unterstützt. (di)

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