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Deutsche Rentenkasse

Plus 75 Prozent: Wegen psychischer Krankheit in Reha

Binnen zehn Jahren ist die Zahl der Reha-Aufenthalte wegen psychischer Erkrankungen um rund  75 Prozent gestiegen. Die Zahl der ambulanten Versorgungen kletterte noch stärker.

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BERLIN. Immer mehr Menschen bekommen wegen psychischer Erkrankungen Reha-Leistungen aus der Rentenkasse. Im vergangenen Jahr bewilligte die Deutsche Rentenversicherung 155 000 Klinikaufenthalte zur Reha, wie aktuelle Zahlen zeigen. Zehn Jahre zuvor waren es nur 89 350 entsprechende Bewilligungen gewesen.

Im ambulanten Bereich wurden 9150 Leistungen bewilligt, 2005 waren es 1890.

Die Rentenversicherung führt den Anstieg vor allem darauf zurück, dass psychische Störungen besser erkannt werden. „Für eine reale Zunahme der Häufigkeit psychischer Erkrankungen gibt es hingegen auch nach neueren Studien keinen Hinweis“, betonten ihre Experten.

Hauptursache bei Männern: Abhängigkeiten

Zuletzt waren von den Versicherten mit Reha wegen psychischer Erkrankungen 54 Prozent Frauen und 46 Prozent Männer. Bei den Männern gab es 2014 am häufigsten Reha-Leistungen wegen einer Abhängigkeitserkrankung. Der Anteil der Sucht-Reha an allen medizinischen Klinik-Rehaleistungen lag bei 7,2 Prozent.

Hauptursachen bei Frauen: Angst und Depression

Bei Frauen lag er nur bei 2,1 Prozent - bei ihnen waren Depressionen und Angsterkrankungen Hauptursache. Rund 84 Prozent der Betroffenen seien nach den jüngsten Daten im Lauf von zwei Jahren nach einer Reha wieder erwerbsfähig gewesen, sagte die zuständige Direktorin bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach

Reha-Leistungen sind Thema eines Fachkongresses der Rentenversicherung von diesem Montag bis Mittwoch in Aachen. Die gesetzliche Rentenversicherung führt unter dieser Bezeichnung Behandlungen mit dem Ziel durch, die Erwerbsfähigkeit von Patienten wesentlich zu bessern oder wiederherzustellen.

(DPA)

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