Ärzte Zeitung, 04.11.2013
 

Rheuma und Diabetes

Neues Konzept wird ab 2014 erprobt

Der Hausärzteverband will eine bessere Verzahnung in sektorübergreifenden Versorgungslandschaften testen.

BAD ORB. Im dritten oder vierten Quartal 2014 will der Deutsche Hausärzteverband die ersten beiden Versorgungslandschaften zu den Themen Rheuma und Diabetes in der Praxis erproben.

Dies hat Hauptgeschäftsführer Eberhard Mehl Eberhard Mehl bei der practica im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" angekündigt.

Mit den vom Hausärzteverband geplanten sektorübergreifenden Versorgungslandschaften sollen Leistungen der Haus- und Fachärzte mit den Versorgungsangeboten von Kliniken und Pflegeeinrichtungen künftig besser verzahnt werden.

Nach Angaben von Mehl wird hierfür gerade in einer "großen KV-Region" ein erstes Vertragskonzept in Kooperation mit den beteiligten Verbänden wie etwa dem Berufsverband Deutscher Rheumatologen erarbeitet.

Dieses Modell werde allerdings erst der Startschuss für eine komplett neue Versorgungsstruktur sein. Danach sollten in Zukunft die Krankenkassen neben dem Kollektivvertrag mindestens eine flächendeckende und sektorübergreifende Versorgungslandschaft anbieten müssen.

Diese Angebotsverpflichtung mit Kontrahierungszwang würde dann einen echten Wettbewerb - auch zugunsten chronisch Kranker - auslösen.

Der Versicherte hätte dann die doppelte Wahlfreiheit zwischen Kollektivvertrag und freiem Vertrag einerseits und innerhalb der Selektivverträge zwischen den unterschiedlichen sektorübergreifenden Versorgungslandschaften der Kassen andererseits. (ras)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

"Super Mario" hält Senioren geistig fit

3D-Computerspiele trainieren die räumliche Orientierung älterer Menschen - und schützen einer Studie zufolge vor Demenz. mehr »

Mehr Qualität beim Ultraschall nötig

Bei Diagnosen im Bauchraum erreicht ein nicht ausreichend qualifizierter Arzt nur eine geringe Treffsicherheit. Anlass für die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin für klare Qualitätsregelungen zu plädieren. mehr »

Das "Gewebefenster" ist wichtig!

Warum nach sechs Stunden keine Thrombektomie mehr veranlassen, wenn es noch gute Chancen auf funktionelle Verbesserungen gibt? Das fragen sich wohl viele Neuroradiologen. mehr »